Kotatsu Revolution

Unterm Kotatsu – Über die Welt

Archiv für die 'Satire' Kategorie

Interview mit einem FDP-Wähler: “Darum wähle ich Guido.”

Freitag 25. September 2009 von Gintoki

Welche Partei wählen Sie in diesen schwierigen Zeiten?

In den Zeiten der Wirtschaftskrise wähle ich natürlich FDP.

Aber hat uns die neoliberale Politik, für die FDP steht, nicht erst in die Krise geführt?

Nur wer weiß, wie man in die Scheiße reinkommt, der weiß auch, wie man wieder rauskommt.

Glauben Sie nicht, dass jemand wie Lafontaine, der zum Beispiel sowohl eine Jahrzehnte lange Wirtschaftsdiskrepanz bei der Wiedervereinigung als auch die Wirtschaftskrise voraussagte, die bessere Wahl in der Krise wäre?

Wieso soll ich denn den Lafontaine wählen? Der hatte bis jetzt immer recht, der kann doch nicht noch mal recht haben. Da wähle ich lieber den Westerwelle, der hatte noch nie recht, da wird es langsam mal Zeit. Darum wähle ich Guido. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Lästereien, Politik, Satire | 2 Kommentare »

Politnews der Woche – Ein Rückblick

Sonntag 30. August 2009 von Gintoki

Steht leider dieses Jahr nicht mehr zur Wahl: Die Partei

Mit welchen Neuigkeiten haben die Politiker diese Woche beglückt? Gintoki kommentiert wieder mal die Lage der Nation.

Der Aufreger der Woche dürfte wohl die letztjährige Geburtstagsparty von Ackermann gewesen sein. Der Chef der Deutschen Bank wurde nämlich von Kanzlerin Merkel auf ein Abendessen ins Kanzleramt eingeladen. Das ganze Festessen veranstaltete Merkel, ganz die Staatsfrau, natürlich auf Kosten der Steuerzahler, wodurch die CDU übrigens auch ihre Papier gewordene Peversionen, auch Wahlplakate genannt, finanziert.

Na sicher, es war anscheinend ein ganz wichtiges Meeting, auf dem sie zufällig festgestellt hatten, dass man ja noch ganz prima – weil so passend – den Geburtstag vom Deutschlands Vorzeige-Gierbürger feiern könnten. Wahrscheinlich ist es sogar das, was der Großteil der Deutschen denkt. Anders kann ich mir Merkel als “beliebteste Politikerin” nicht erklären. Wobei ich eigentlich glaube, dass diese Angelegenheit sogar ein kleiner Fisch ist im Vergleich zu anderen korrupten Vergehen wie die Spendenaffäre. Da fällt mir ein Zitat von Helmut Schmidt ein, welches sinngemäß lautete: “Es gibt auch chinesische Politiker, die abends Steuergelder versaufen. Da sind sie nicht anders als deutsche Politiker. Der Unterschied ist aber, dass die chinesischen tagsüber auch tatsächlich arbeiten.” Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Politik, Satire, TV | 2 Kommentare »

Hertha BSC verpflichtet Pedobear

Dienstag 18. August 2009 von Gintoki

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Hertha-Trainer Lucien Favre (hier rechts im Bild) bei der Vorstellung des Maskottchens.

Hertha BSC hat ein neues Maskottchen. Wie der britische Onlinedienst 4chan berichtet, haben die Berliner nach der Verpflichtung des kroatischen Mittefeldspielers Niko Krancjar den nächsten hochkarätigen Transfer unter Dach und Fach gebracht. Trainer Lucien Favre heißt Pedobear, so der Name des Neuzugangs, herzlich willkommen. Favre lobt das neue Aushängeschild der Berliner als “freundlichen Bären, den vor allem die jungen Fans lieben werden.” Zugleich stellt Pedobear eine Premiere dar: Er ist der erste Maskottchenspieler der Bundesliga.

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Pedobear bei der Arbeit.

Mit den beiden Neuen will Hertha nun die Meisterschaft anvisieren, vor allem von Pedobear erhoffen sich die Berliner viel. Favre schwärmt: “Pedobear ist nicht nur ein tolles Maskottchen, er kann auch im Sturm eingesetzt werden, da er über hervorragende Offensivqualitäten verfügt. Er ist äußerst spielfreudig und präsent, quasi überall zu finden.”

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Kategorie: Kurioses, Satire, Web | 5 Kommentare »

Haben wir 4chan etwa unterschätzt?

Sonntag 16. August 2009 von Gintoki

Bombendrohungen, Gruppenhacking, Aufmarsch der Anonymen. Das Register von 4chan ist ebenso lang wie der Sinn des Boards unergründlich ist. Zumindest können wir aber mit Sicherheit sagen, dass den “Anonymous” fast alles zuzutrauen ist.

Und so habe ich gelernt, die seltsamen Gestalten nicht zu unterschätzen. Dachte ich zumindest, denn eine Sache im Zusammenhang mit 4chan, über die ich im Internet gestolpert bin, hat mich doch ziemlich verwundert.

Ist 4chan jetzt etwa auch eine Quelle für Sportneuigkeiten?

Als Fußballfan informiere ich mich zurzeit natürlich intensiv über Transferneuigkeiten. Nun kam das Gerücht auf, dass der kroatische Mittelfeldstar Niko Kranjcar vor einem Wechsel zu Hertha BSC Berlin stünde. Das ist schon kurios genug, denn beim allem Respekt: Was zum Geier sollte Kranjcar, der von europäischen Topklubs umworben wird, bitte schön bei Hertha? Dennoch wollte ich der Sache auf den Grund gehen und folgte dem Link, der mich auf spox.com führte.

Nun ist SPOX ja ohnehin nicht gerade für Seriösität, sondern eher für absurde Spekulationen bekannt. Und die kolportierten 3 Millionen Euro Ablöse, welche – so grotesk das auch klingen mag – eine ziemlich lächerliche Summe für den beim englischen Klub FC Portsmouth spielenden Spieler sind, dem man doch ein Leistungsvermögen im oberen Bereich der Skala bescheinigen muss, darstellt, bestätigen abermals den Ruf der Seite.

Aber das ist nicht mal die abstruseste Stelle des Berichts. Von einer Sportseite mit diesem Bekanntheitsgrad sollte man doch ein kleines bisschen Seriösität erwarten können. Seht einfach selbst:

Spox

4chan.org? Britscher Online-Dienst? Den ganzen Beitrag lesen »

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Schmerz lässt nach…

Samstag 15. August 2009 von Gintoki

Nachdem ich die letzten Tage mehr tot als lebendig verbracht habe, verkünde ich hiermit feierlich meine Wiederauferstehung.

So ziehet umher und verbreitet die frohe Botschaft, meine Jünger! Aber natürlich erst, sobald ich erzählt habe, was die letzten Tage so los war…

Ich fasse mich mal kurz. Denn die letzten Tage waren wahrlich unschön. Fangen wir mal mit der Rückreise an. Wie ich schon erwähnt hatte, machte mir zu dieser Zeit eine Erkrankung zu schaffen. Nein, keine Schweinegrippe (generell ist die Ansteckungsgefahr in China recht gering, aber dazu später mehr), denn ich konnte weder feststellen, alle Menschen im Umkreis, die nicht bei drei auf den Bäumen waren, angesteckt zu haben, noch hatte ich Fieber. Aber nicht, dass ein harter Hund wie ich überhaupt was davon gemerkt hätte.

Zugegeben, so richtig granatenmäßig ging’s mir ehrlich gesagt dann doch nicht. Den Sitz, der mir im Flugzeug zugeteilt wurde, passte wunderbar zu meinem Gemüt. In Flugzeugen gibt es bekanntlich drei Blöcke, nämlich einen auf der linken Seite, einen auf der rechten Seite und einen in der Mitte. Der mittlere Sitzblock fängt erst mit drei Sitzen an und geht später in vier Sitzen pro Reihe über. Natürlich erwischte ich den ersten vierten Sitz, was nichts anderes bedeutete als dass ich keinen Vordersitz und somit keinen Bildschirm hatte. Ein Trost war immerhin, dass ich einigermaßen die Füße ausstrecken konnte.

Gut, dass ich mich beim Einsteigen noch schnell mit deutschen Zeitungen eingedeckt hatte, sodass ich immerhin was lesen konnte. Dabei fiel mir mal wieder auf, wie mies die Frankfurter Allgemeine doch eigentlich ist. Mit dieser Zeitung kann ich mich einfach nicht so recht anfreunden.

Da saß ich also im Flugzeug, bis ich schließlich mal die Toilette aufsuchen musste. Nicht etwa, weil ich 15 atü Kesseldruck gehabt hätte, sondern um mich einer großen Masse hell- bis dunkelgelben Auswurfes zu entledigen, der mir im Hals klebte und der teuflischen Absicht folgte, mich hinterhältig zu ersticken. Während ich also das Husten unterdrückte – es waren höchstwahrscheinlich Deutsche mit an Bord und bei denen weiß man ja nie so genau, wie leicht die in Panik ausbrechen könnten (Erzählungen zufolge soll dafür schon reichen, der Stewardess einen blöden Spruch à la “Ich hoffe, Sie gehören zu den 72 Jungfrauen, die im Himmel auf mich warten” zu sagen) – stellte ich immer wieder bestürzt die Besetzung und Belagerung aller Toiletten fest. Ich weiß, die letzten Worte schreien geradezu nach einem Witz mit Bezug zu gewissen bewaffneten Wandertage im vorigen Jahrhundert, aber den verkneife ich mir mal lieber.

Geduldig wartete ich also nach Luft ringend seelenruhig eine günstige Gelegenheit ab und ergatterte eine Kabine. Der Waschbecken war offensichtlich verstopft, denn ein Blick hinein verriet mir auf höchst schleimige Weise, dass viele Mitpassagiere anscheinend an den gleichen Beschwerden litten wie ich. Den ganzen Beitrag lesen »

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Sinnlose (und nicht so sinnlose) Fakten über China

Mittwoch 29. Juli 2009 von Gintoki

Ein paar spontane Einfälle, die anderswo nicht so recht passen wollen.

  • KFC (Kentucky Fried Chicken) ist beliebter und verbreiteter als McDonalds. In Peking ist an fast jeder Ecke solch ein KFC-Restaurant zu finden.
  • Wer in China eine “Cola” bestellt, erhält womöglich eine Pepsi. Es gibt übersetzt nämlich “Coca Cola” und “Pepsi Cola”, womit “Cola” sowohl das eine als auch das andere meinen kann. Pepsi ist sogar etwas gängiger als Cola.
  • Auf chinesisch heißt China “zhongguo”. “guo” bedeutet “Land”, “zhong” hingegen “Mitte”. Daher kommt wahrscheinlich auch die Bezeichnung “Reich der Mitte”.
  • In chinesischen Wohnungen gibt es wesentlich mehr Klimaanlagen als Heizungen. Gewöhnlich sind es drei bis vier Klimaanlagen pro Wohnung.
  • Normale Fliegenklatschen sind von Gestern. Chinesische sehen aus wie Tennisschläger und sind elektrisch… Blitzen sehr schön, höhöhö. Sehr effektive Waffe gegen Mücken und Motten. Leider eher weniger geeignet gegen europäische Fliegen, da gegrillte Fliegen → ziemlich unappetlich…
  • Chinesisch ist wirtschaftlicher als Deutsch. Bei Büchern sind die chinesischen Versionen wesentlich dünner. Chinesische Schriftzeichen können kompakter geschrieben als Buchstaben.
  • Wobei das Tippen von chinesischen Schriftzeichen, welches auf eine Art Lautschriftsystem basiert, nicht sehr komfortabel ist. Den ganzen Beitrag lesen »

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Endlich auch mal in Schwarz

Samstag 25. Juli 2009 von Gintoki

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Na also. Geht doch. Jetzt passt das Produkt auch mal zum Namen. Den ganzen Beitrag lesen »

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Was sich in Deutschland nicht verkaufen lassen dürfte…

Montag 20. Juli 2009 von Gintoki

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Welcher marketingstrategischer Fehler ist hier zu finden?

Genau, der Bär müsste schwarz sein.  Den ganzen Beitrag lesen »

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Beschwerliche Reise – von Achterbahnflug, Flugzeugfraß und Schweinegrippealarm…

Samstag 4. Juli 2009 von Gintoki

Schweinegrippe

Astronauten im Flugzeug?

Da bin ich wieder mit einem Bericht aus China beziehungsweise über den Weg dahin.

Ich wurde wieder auf eindrucksvolle Weise daran erinnert, wieso ich die Flüge nach China hasse. Wobei aber nicht im Umkehrschluss anzunehmen ist, dass ich sie je wieder verdrängen könnte.

Am Anfang ging noch alles relativ reibungslos. Auf dem Weg zum Düsseldorfer Flughafen gab es kaum Stau, weswegen wir verfrüht dort ankamen. Die gewonnene Zeit ging allerdings direkt wieder bei der Parkplatzsuche drauf. Auf der obersten Etage des Parkhauses wurden wir letztlich fündig, was nicht anderes bedeutet, als dass wir einen Platz auf der wahrhaftig sonnigen Seite des Lebens ergattern konnten. Aber nicht, dass ich noch darunter zu leiden gehabt hätte, schließlich traten wir die Rückfahrt nicht an. An dieser Stelle noch mal besten Dank an meinen Onkel, der uns bis in den Flughafen begleitet hat.

Vorher hieß es aber noch, andere Hindernisse zu umgehen. Nachdem ich mein Leben minutenlang vergeudet hatte, gab ich die Illusion auf, dass die Aufzüge auf dem Parkhausdach vielleicht doch keine bloßen Dekorationen darstellen würden. Zumindest befanden sich noch andere funktionstüchtige Lifts auf der Etage. Selbstverständlich aber nur an der entgegen gelegenen Ecke. Schön auch, dass die Türe zu den Aufzügen so schon eng sind. Konnte ja kein Architekt damit rechnen, dass die Leute Gepäck oder sonstiges überflüssiges Zeug für eine Reise dabei haben könnten. Den ganzen Beitrag lesen »

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