Kotatsu Revolution

Unterm Kotatsu – Über die Welt

Archiv für die 'Kurioses' Kategorie

Andere Länder, andere Sitten… – die US-Vermarktung von Agarest

Donnerstag 11. Februar 2010 von Gintoki

Agarest Covers

Wohlgemerkt: Ein und dasselbe Spiel!

Andere Länder, andere Sitten – und die Amis haben gar keine. Erinnert ihr euch noch an den Artikel über seltsames Marketing von Spielen, den ich vor einiger Zeit verfasst habe? Schon da habe ich mich über den seltsamen Trailer des amerikanischen Publishers “Aksys” zum Spiel “Record of Agarest” gewundert, welches das an sich harmlose Game (daher auch die “T”-Einstufung) krampfhaft als die Fanservice-Parade schlechthin darstellen will. Ebenso merkürdig war übrigens der erste Cover-Entwurf des europäischen Publishers Ghostlight (siehe links oben) zum selben Spiel, welcher glücklicherweise wieder verworfen worden war.

Nun hat auch Aksys ihre Covergestaltung für Agarest präsentiert. Und sie haben’s tatsächlich getan…

Aksys wird nämlich eine “Really Naughty Limited Edition” (doch, heißt wirklich so!) veröffentlichen, welche – ich zitiere – enthält:

  • 26″ x 20″ Yearning Ellis pillowcase (pillow not included)
  • 8½” x 10½” Sensual Vira-Lor mouse pad
  • Record of the Agarest War Soundtrack
  • Naughty Collector’s Box to protect your girls

Wenn ihr jetzt schon nicht mehr glauben könnt, dass die Vermarktung ernst gemeint ist, dann schaut euch erst den dazu gehörigen neuen Trailer an:

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The Legend of Koizumi – Japanische Politik und ihre Darstellung in Anime

Donnerstag 28. Januar 2010 von Gintoki

Wer die nordkoreanische Propaganda für unfreiwillig witzig und die Obamania für bescheuert hält (bzw. hielt, wie man inzwischen sagen muss), der mag zwar recht haben, aber wahrscheinlich noch nicht Japans “The Legend of Koizumi” kennen.

Der Hauptcharakter Junichiro Koizumi war von 2001 bis 2006 japanischer Premierminister und genoss hohe Popularitätswerte. Trotzdem dürfte der ihm gewidmete Propaganda-Anime, welcher eine Adaption des gleichnamigen Mangas von Hideki Ohwada ist , aufgrund der grenzenlosen Übertreibungnicht ernst gemeint sein kann (hoffentlich?). Viel mehr dürfte sich bei The Legend of Koizumi um eine Satire über den Personenkult um Koizumi (hoffentlich?) und die weltpolitische Willkür (hoffentlich?) handeln, schließlich entscheiden die Politiker am Mahjong-Tisch über die Weltpolitik.  Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Anime, Kurioses, Politik, Satire | 5 Kommentare »

Wie vermarkte ich Videospiele (besser nicht)…

Samstag 9. Januar 2010 von Gintoki

Über den Autor:

Gintoki Sakata, auch bekannt als “Gin-san” (in der Regel aber “Gin-sama” genannt), absolvierte ein Marketing-Studium, welches er anderen überließ, um sich in der Schule literarischen Meisterwerken wie “Grete Minde”, “Frühlings Erwachen”, “Der zerbrochene Krug”, “Nathan der Weise”, “Im Krebsgang”, “Don Karlos” und “Woyzeck” zu widmen. Anschließend verfiel er über Jahre in tiefe Verzweiflung und Depression. Zurzeit verbringt er seine Zeit in der Schule als Wach-Koma-Patient und wundert sich, wieso der draußen tobende Schneesturm einen so putzigen Namen wie “Daisy” trägt.

Die Erlöse aus dem Verkauf der Werke des von Experten wie sich selbst anerkannten “Marketingweisen” kommen stets einem wohltätigen Zweck zugute, nämlich seiner eigenen Lebenserhaltung. Für seinen gemeinnützigen Einsatz verlieh er sich kürzlich den Kotatsu-Award.

Agarest

Links: falsch. Rechts: richtig.

Image ist im heutigen Geschäft bekanntlich fast alles und mit klugem Marketing lassen sich auch qualitativ bescheidene Produkte an den Mann bringen. Und nachdem uns kürzlich “Sleepping with Hinako” vor Augen gehalten hat, wie man (angeblich) die eigenen Schlafgewohnheiten verbessert und KyoAni uns eindrucksvoll gezeigt hat, wie man mit siebenfachem Recycling und einem wenig ideenreichen Prequel so viel Tamtam machen kann, wird es Zeit, auch mal das momentane Marketing der Videospiele anhand verschiedener Beispiele unter die Lupe zu nehmen.

Fangen wir doch direkt mal beim neuen Final Fantasy XIII (sprich: Eks-Eieiei) an, welches zurzeit so viel Gesprächsstoff bietet. Der Erwerb des Spiels ist für mich wenig interessant, dafür finde ich die Diskussionen über das Marketing des 13er umso amüsanter.

Sinnbildlich sind die Debatten dabei in erster Linie für die Schlacht zwischen dem Fan-Lagern von PS3 und XBox360. Anfangs noch exklusiv für PS3 angekündigt, gab Square Enix nach einiger Zeit auch eine Umsetzung für die Microsoft-Konsole bekannt, welche allerdings nur außerhalb Japans veröffentlicht werden würde. Aufgrund dieser überaus seltsamen Veröffentlichungspolitik erübrigt sich schon die Frage, ob da ein paar Gelder geflossen sind. Und dennoch war es für die 360er die reinste Genugtuung, den zuvor noch prahlenden Sonys ordentlich einen reingwürgt zu haben, welche sich wiederum fortan dadurch revanchierten, der 360-Umsetzung die Schuld zu geben, dass das Gras im Spiel (im Vergleich zu ihrem gerauchten) so matschig ausschaue.

Wirklich köstlich entwickelte sich die ganze Auseinandersetzung jedoch erst, als kürzlich die Covers der europäischen Versionen bekannt gegeben wurden. Wenig überraschend hatten PS3 und XBox360 das selbe Motiv und doch ist es den 360ern gelungen, irgendwelche Wettbewerbsvorteile auszumachen. Aber schauen wir uns erstmal die Packungen an sich an: Den ganzen Beitrag lesen »

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Sleeping with Hinako: Ein Hoch auf innovative Animes!

Montag 4. Januar 2010 von Gintoki

Sleeping with Hinako

Bei solch einem innovativen Konzept kann der Anime nur ein Hit werden.

Klingt vielleicht wie eine Satire von mir über die japanische Anime-Industrie, aber dieser Anime wurde tatsächlich angekündigt. Und auch wenn der Titel in der englischen Sprache – ob nun von den Machern gewollt oder nicht… – verrucht zweideutig klingen mag, ist der Anime nicht pervers. Oder vielleicht macht ja gerade die Tatsache, dass es sich eben nicht um einen Hentai handelt, die Sache ziemlich bedenklich.

Der Nachfolger zu “Training with Hinako”, bei dem das 16-jährige Anime-Shoujo Hinako als Bildschirm-Coach allerlei Fitness-Übungen vormacht, erscheint am 11. Februar auf Blu-Ray und DVD (bei einer bloßen DVD-Version hätte ich noch gezögert, aber bei Blu-Ray kann ich nicht widerstehen…) und zeigt nicht mehr und nicht weniger als Hinako beim Pennen. Ja, ihr lest richtig, der ganze Anime besteht daraus, dass ihr die Schlafhaltung von Hinako und Events wie Träume bestimmen könnt. Und die Intention des Animes ist es, “dem Zuschauer zu helfen, seine Schlafgewohnheiten zu verbessern” (aber sicher, höhö…). Wenn Hinako den Zuschauer mal nicht eher davon abhält, selbst schlafen zu gehen… Den ganzen Beitrag lesen »

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Peinlich, peinlicher, BKA und andere News

Dienstag 22. September 2009 von Gintoki

Ganz schnell noch kurz und kompakt ein paar News der letzten Zeit. Zwei weitere Themen, nämlich einerseits die Parteispenden und andereseits die Beobachtung der Linken durch den Verfassungsschutz werde ich später separat behandeln. Solche meiner Meinung nach skandlöse Themen lasse ich natürlich nicht unkommentiert durchgehen.

Aber erst einmal die kleinen News. Fangen wir doch direkt wieder mit einem Lacher an. Dass die deutsche Polizei sich selten mit Ruhm bekleckert, ist ja nichts Neues. So kann ich mich spontan an eine ganze Reihe von Peinlichkeiten während meiner bisher gut halbjährigen Blogtätigkeit erinnern. Ob es jetzt das peinliche Vorgehen während des Amoklaufes in Winnenden, die Ermittlungspannen danach (wir erinnern uns: “Scheiße Bernd”) oder die Verfolgung des imaginären Phantoms (Stichwort: Wattestäbchen) waren, das BKA wusste immer mit neuen Aussetzern zu beeindrucken. Aber das neueste Desaster der Jahresbilanz der Krone aufsetzen.

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, konnte das BKA dank der Veröffentlichung des Videos eines Kinderschänders, der dumm genug war, selbiges in Netzt zu stellen, diesen fassen. Und was einmal geklappt hat, das klappt auch ein zweites Mal, dachten sich die “Freunde und Helfer” wahrscheinlich. Ich weiß nicht, ob solche Fahndungsmaßnahmen jetzt gang und gäbe werden sollen, aber nach dem “Erfolg” der zweiten Fahndung würde ich nicht davon ausgehen. Wieder veröffentlichte das Bundeskriminalamt ein Video, das ein Kinderschänder wohl bereits 1993 gedreht hatte. Gesicht und Stimme des Mannes waren in allen Medien – da musste doch irgendjemanden was auffallen. Tatsächlich fiel einigen etwas auf, nämlich der BKA – und das zu spät. Diese bemerkte kurz nach der Festnahme nämlich plötzlich, dass der Kerl schon längst verurteilt war und seine Strafe abgesessen hatte.

Zu der Frage, weshalb öffentlich nach einem bereits Verurteilten gesucht wurde, wollte sich das BKA nicht äußern. Es bat nur die Medien, alle Bilder, Videos und Stimmproben nicht mehr zu verwenden und aus den Internetportalen zu entfernen. So läuft das also: Entweder werden Täter gar nicht erwischt und eben einmal “zu oft”. Übrigens ist der Kerl schon lange Rentner, hat nicht einmal einen Computer und war erst recht nicht erneut auffällig geworden, womit das Klammern an den Strohhalm seitens der BKA, er könne ja vielleicht zufällig doch was gemacht haben, völlig absurd und der Unschuldsvermutung zuwider ist. Man darf gespannt sein, welchen Lacher das BKA das nächste Mal aufbietet.

Peinlicher, peinlicher zum Zweiten. Diesmal geht es natürlich um die Regierung. Liebe Große Koalition, da habt ihr euch bei der Opel-Geschichte aber mal wieder schön verarschen lassen. Welcher halbwegs geistig bemittelter Mensch konnte denn ernsthaft glauben, dass keine Jobs verloren gehen würden? Aber gut, wir wollen mal nicht so pingelig sein, zwischen dem Erhalt aller Arbeitsplätze und dem Abbau von nur 4000 Stellen besteht nach Regierungsmaßstäben schließlich kein erheblicher Unterschied. Ich meine, wer die Arbeitslosenzahl um ein paar Milliönchen schönrechnen kann, den werden die 4000 natürlich nicht sonderlich jucken… Den ganzen Beitrag lesen »

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Rüttgers (CDU) über Rumänen und Chinesen

Freitag 4. September 2009 von Gintoki

Dass Jürgern Rüttgers von der CDU, seines Zeichens Ministerpräsident von Nordrheinwestfalen ziemlich unterbelichtet und herablassend ist, ist wohl kein großes Geheimnis. So ist man jedes Mal, wenn er auftritt, bereits auf weitere geistige Tiefflieger gefasst.

Jetzt hat er mich aber tatsächlich mit Aussagen verdutzt, die sogar für seine Verhältnisse dumm und vor allem volksverhetzend sind.

Also, lieber Ministerpräsident. Einige Punkte:
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Kategorie: Kurioses, News, Politik | 2 Kommentare »

Hertha BSC verpflichtet Pedobear

Dienstag 18. August 2009 von Gintoki

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Hertha-Trainer Lucien Favre (hier rechts im Bild) bei der Vorstellung des Maskottchens.

Hertha BSC hat ein neues Maskottchen. Wie der britische Onlinedienst 4chan berichtet, haben die Berliner nach der Verpflichtung des kroatischen Mittefeldspielers Niko Krancjar den nächsten hochkarätigen Transfer unter Dach und Fach gebracht. Trainer Lucien Favre heißt Pedobear, so der Name des Neuzugangs, herzlich willkommen. Favre lobt das neue Aushängeschild der Berliner als “freundlichen Bären, den vor allem die jungen Fans lieben werden.” Zugleich stellt Pedobear eine Premiere dar: Er ist der erste Maskottchenspieler der Bundesliga.

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Pedobear bei der Arbeit.

Mit den beiden Neuen will Hertha nun die Meisterschaft anvisieren, vor allem von Pedobear erhoffen sich die Berliner viel. Favre schwärmt: “Pedobear ist nicht nur ein tolles Maskottchen, er kann auch im Sturm eingesetzt werden, da er über hervorragende Offensivqualitäten verfügt. Er ist äußerst spielfreudig und präsent, quasi überall zu finden.”

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Haben wir 4chan etwa unterschätzt?

Sonntag 16. August 2009 von Gintoki

Bombendrohungen, Gruppenhacking, Aufmarsch der Anonymen. Das Register von 4chan ist ebenso lang wie der Sinn des Boards unergründlich ist. Zumindest können wir aber mit Sicherheit sagen, dass den “Anonymous” fast alles zuzutrauen ist.

Und so habe ich gelernt, die seltsamen Gestalten nicht zu unterschätzen. Dachte ich zumindest, denn eine Sache im Zusammenhang mit 4chan, über die ich im Internet gestolpert bin, hat mich doch ziemlich verwundert.

Ist 4chan jetzt etwa auch eine Quelle für Sportneuigkeiten?

Als Fußballfan informiere ich mich zurzeit natürlich intensiv über Transferneuigkeiten. Nun kam das Gerücht auf, dass der kroatische Mittelfeldstar Niko Kranjcar vor einem Wechsel zu Hertha BSC Berlin stünde. Das ist schon kurios genug, denn beim allem Respekt: Was zum Geier sollte Kranjcar, der von europäischen Topklubs umworben wird, bitte schön bei Hertha? Dennoch wollte ich der Sache auf den Grund gehen und folgte dem Link, der mich auf spox.com führte.

Nun ist SPOX ja ohnehin nicht gerade für Seriösität, sondern eher für absurde Spekulationen bekannt. Und die kolportierten 3 Millionen Euro Ablöse, welche – so grotesk das auch klingen mag – eine ziemlich lächerliche Summe für den beim englischen Klub FC Portsmouth spielenden Spieler sind, dem man doch ein Leistungsvermögen im oberen Bereich der Skala bescheinigen muss, darstellt, bestätigen abermals den Ruf der Seite.

Aber das ist nicht mal die abstruseste Stelle des Berichts. Von einer Sportseite mit diesem Bekanntheitsgrad sollte man doch ein kleines bisschen Seriösität erwarten können. Seht einfach selbst:

Spox

4chan.org? Britscher Online-Dienst? Den ganzen Beitrag lesen »

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Sinnlose (und nicht so sinnlose) Fakten über China

Mittwoch 29. Juli 2009 von Gintoki

Ein paar spontane Einfälle, die anderswo nicht so recht passen wollen.

  • KFC (Kentucky Fried Chicken) ist beliebter und verbreiteter als McDonalds. In Peking ist an fast jeder Ecke solch ein KFC-Restaurant zu finden.
  • Wer in China eine “Cola” bestellt, erhält womöglich eine Pepsi. Es gibt übersetzt nämlich “Coca Cola” und “Pepsi Cola”, womit “Cola” sowohl das eine als auch das andere meinen kann. Pepsi ist sogar etwas gängiger als Cola.
  • Auf chinesisch heißt China “zhongguo”. “guo” bedeutet “Land”, “zhong” hingegen “Mitte”. Daher kommt wahrscheinlich auch die Bezeichnung “Reich der Mitte”.
  • In chinesischen Wohnungen gibt es wesentlich mehr Klimaanlagen als Heizungen. Gewöhnlich sind es drei bis vier Klimaanlagen pro Wohnung.
  • Normale Fliegenklatschen sind von Gestern. Chinesische sehen aus wie Tennisschläger und sind elektrisch… Blitzen sehr schön, höhöhö. Sehr effektive Waffe gegen Mücken und Motten. Leider eher weniger geeignet gegen europäische Fliegen, da gegrillte Fliegen → ziemlich unappetlich…
  • Chinesisch ist wirtschaftlicher als Deutsch. Bei Büchern sind die chinesischen Versionen wesentlich dünner. Chinesische Schriftzeichen können kompakter geschrieben als Buchstaben.
  • Wobei das Tippen von chinesischen Schriftzeichen, welches auf eine Art Lautschriftsystem basiert, nicht sehr komfortabel ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: China, Kurioses, Satire | 10 Kommentare »

Endlich auch mal in Schwarz

Samstag 25. Juli 2009 von Gintoki

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Na also. Geht doch. Jetzt passt das Produkt auch mal zum Namen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: China, Kurioses, Satire | 5 Kommentare »