Inglorious Bloggers – Eine Review über Bastarde
Sonntag 2. Mai 2010 von White Skull

Tja, ich schaffe es endlich einmal meine faulen Bloggerrasch an den Rechner zu bewegen und was zu schreiben. Diesmal geht es um Quentin Tarantinos neuestes Machwerk “Inglorious Basterds”. Kurz und knapp ein typischer Tarantino:
Die Aktionen fallen extrem brutal, die Handlung super komplex und die Gespräche ultra-langweilig aus.
Aber das ist ja keine Review sondern nur Gelaber. Also gehe ich jetzt auf die Handlung ein bisschen ein und werde euch mal meine Eindruck vermitteln.
Der ganze Film spielt in Frankreich während der deutschen Besatzungszeit des Zweiten Weltkrieges. Es geht damit los das der “Judenjäger” Hans Landa, ein Oberst der SS, mal wieder einen auf Detektiv macht. Er lässt sich also durch die Lande kutschieren und dann die gefundenen Juden hinrichten.
Die Art und Weise wie er das macht ist immer die gleich, er besucht jemanden, verwickelt ihn in ein Gepräch, macht einen auf Gutmensch und dann wird das ganze richtige ekelhaft. Landa, gespielt von Cristoph Waltz, ist sich seiner Macht bewusst, und seines Rufes, fängt dann auf einmal an Menschen mit Tieren zu vergleichen und kommt zu dem Schluss, dass die Bezeichnung “Ratte” keine Beleidigung sei, sondern vielmehr etwas positives.
Das Paradoxe ist, dass er dann die Leute fragt, ob sie eine Ratte töten würden, wenn sie hereinkäme. Die Leute sagen ja und er stimmt zu und behauptet, dass er ebenso handeln würde.
Wenn esdoch positiv ist, eine Ratte zu sein, warum bringe ich sie dann um? Eine seltsame Logik, aber für Landa ziemlich typisch, da der Typ nur so eine kranke Scheiße abzieht. Ein weiteres Beispiel, er zieht immer wieder nicht gerade kleine Gegenstände aus seiner Manteltasche, z.B. einen Schuh oder eine Pfeife, obwohl der Mantel so aussieht, als sei er leer.
Naja, wenn Tarantino Zeit gehabt hätte, würde Landa wahrscheinlich auch noch einen Panzerschreck aus der Tasche zaubern, aber das ist ein anderes Thema.
Und dann kommt noch hinzu, dass er auf eine Flüchtige mit einer Pistole anlegt, die ist schon einen halben Kilometer einfernt und er dann abdrückt, nur um festzustellen, dass sein Schießprügel leer ist. Was soll denn sowas?
Also, der ganze film besteht eigentlich nur aus ellenlangen und strunzlangweiligen Dialogen sowie extrem blutigen Szenen, die absolut unlogisch sind.
Aber das ist ja nur das, was es Landa zu sagen gibt, jetzt kommen wir zu Aldo Raine, dem Apachen, der die jüdische Spezialeinheit anführt die Jadg auf Naziskalps macht sowie die Überlebenden mit auf der Stirn eingeritzten Hakenkreuzen markiert. Hier mal wieder ein Paradoxum:
Woher könne die ganzen Wehrmachtsangehörigen eigentlich Englisch, kann mir das mal einer erklären? Oder warum ist Landa so ein Sprachgenie? Er spricht immerhin Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch fließend. Woher bitte schön?
In diesem Film ist es auf jeden Fall so, dass jeder jeden versteht.
Der Film plätschert dann eine Weile vor sich hin, dann gibt es ein großes Filmspektakel wo die ganze Nazi-Führungsriege anwesend ist und dann elendig erst abgefackelt, dann in die Luft gesprengt wird.
Die Bomben stellen die Basterds, das Feuer wird von der jungen Kinobesitzerin, dem Mädchen, das Landa zu anfang nicht schaffte zu schnappen, gelegt.
Währenddessen läuft der Propagandaschinken “Stolz der Nation” der die Taten des Scharfschützen Frederich Zollers glorifiziert. Der hat nebenbei auch ein Auge auf Kinobesitzerin geworfen. Na, am Ende ist der Kerl sowieso mausetot, was solls.
Und die Schauspieler sehen den historischen Vorlagen ja auch so ähnlich.
Das muss wirklich gesagt werden.
Entweder sollten die ganzen Nazis karikiert werden oder der Regisseur ist blind.
Hitler siehr z.B. aus, als würde er den ganzen Tag nur saufen und auf die 70 zugehen, so rot ist das Gesicht und mit Altersfalten und Narben durchzogen.
Da hätten sie besser Helge Schneider aus “Mein Führer” rekrutieren sollen.
Und auch Til Schweiger als abtrünniger Gestapo-Mörder mit Super-Psychosen kommt wenig überzeugen rüber.
Das einzig Gute ist, dass Landa die ganze Aktion am Ende möglich macht, sich dann ergibt und zum guten Schluss noch ein Hakenkreuz, Aldos Meisterstück, dass wir nicht sehen dürfen, eingeritzt bekommt. Landa hat nämlich die Nazis verraten und auch eine Bombe gelegt.
Nazis tot, Alles gut
Fazit:
Der Film ist alles andere als berauschend und überzeugt, wenn überhaupt, nur durch seine langweiligen Dialoge. Auch dieser verzweifelte Versuch, deutsche Doppelagenten miteunzubeziehen ist mehr gekünzelt als alles andere.
Es wäre besser gewesen Tarantino hätte alle sterben lassen, z.B. im Feuer des explodierenden Kinos, oder aber er hätte Brad Pitt als Aldo Raine einen totalen krieg gegen die Nazis führen lassen mit viel mehr Geballere und weniger Gelabere.
Wer sich diese werk im Kino angeguckt hat, dem kann ich nur raten sein Geld zurückzuverlangen, sowie Sich freuen, da dieser Fim nur einen Oscar kriegte. (Waltz als bester Nebendarsteller).
Wer allerdings noch einmal einen Trailer sehen möchte, dem wird hier geholfen:
Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 2. Mai 2010 und abgelegt unter Filme & Serien, Review. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Sonntag 2. Mai 2010 um 14:05
Also ich fand den Film großartig, u.a. da Waltz der wirklcih bösartigste Bösewicht seit langer Zeit war. Auch die Dailoge waren einfach toll, aber ich steh auch auf Tarantinos Art.
Der Film will doch teilweise trashig sein, und beim brennenden Kino habei ich gefeiert^^. Warum soll Landa keine mehreren Sprachen sprechen? Auch damals durfte man reisen und ein paar europäische Sprachen zu können, ist kein Wunder. Der Rest der Dt. spricht doch nur selten bis gar kein Englisch?!
Übrigens sollte man den Film unbedingt in der Originalfassung gucken, da dort die meisten Charaktere in ihren Landessprachen sprechen, was den Film um einiges realistischer macht, als viele andere Werke aus dem Genre. TMSIDR[Kommentar zitieren]
Sonntag 2. Mai 2010 um 20:46
Der Film ist natürlich nicht ernst zu nehmen und ist auch eher gute Trash-Unterhaltung a’la Tarantino auf hohem Niveau. Geschichtliche Korrektheit hatte der Film nie vor und das Nazis auch mal karikiert werden ist eigentlich löblich. Mal was anders, als den bierernsten “Kraut”-Aufguss Marke 08/15. In diesem Film ist einem irgendwie jeder sympatisch, sogar die Bösen.
by the way, nicht geht über “Hugo Stieglitz” inklusive Namenseinblendung mitten im Film! Und letztlich betrachtet bin ich traurig darüber, dass ich diesen Film nicht im Kino gesehen habe. Naja, irgendwann kommt der nächste Kultstreifen in die Lichtspielhäuser. PaladinFenris[Kommentar zitieren]
Montag 3. Mai 2010 um 03:47
Also muss sagen Landa fand ich extrem gut gespielt.Der hat sogar nen Oscar dafür gekriegt. Meiner Meinung nach absolut verdient. DaRuX[Kommentar zitieren]