Jin Roh: Die Wolfsbrigade
Dienstag 23. Februar 2010 von White Skull

Bevor sich irgendeiner wundert, NEIN, ich will Gintoki seinen Posten nicht abspenstig machen, ich hab in letzter Zeit nur ein paar Animes gesehen, die ich blogwert fand.
Und Jin-Roh ist nun einmal ein Klassiker und ein Meilenstein in der Geschichte.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass das ganze Werk aus einer Trilogie stammt, welche den Namen Kerberos Saga trägt und von Mamoru Oshii, dem Schöpfer von “Ghost in the Shell” stammt. Jin Roh stammt aus dem Jahre 1999 und ist ein Anime, während seine Vorgänger “The Red Spectacles” (1987) und StrayDog: Kerberos Panzer Cops (1991) Realverfilmungen sind. Allerdings braucht ihr sie nicht gesehen zu haben um den Anime zu verstehen. Wer trotzdem Interesse hat, hier die LInks von Wikipedia:
Jetzt aber zur Geschichte, welche in den 50er Jahren des 20.Jahrhunderts spielt. Japan, oder besser gesagt Tokio, wo das meiste spielt, steht unter deutscher Kontrolle, nachdem der 2. Weltkrieg bereits 42/43 nach dem Sieg in Stalingrad Siegreich für das NS-Regime beendet wurde. Hitler-Deutschland fiel nun auch über seine Verbündeten her und besetzte diese. Was folgte war ein inoffizieller Bürgerkrieg zwischen den Machthabern und der “Sekte”. Diese Gruppierung kämpft gegen das Regime, jedoch werden ihre politischen Ansichten nur vage skizziert.
Das wichtigste ist jedoch, dass sie sich blutige Straßenkämpfe mit der Haupstadtpolizei bzw. deren Spezialeinheit liefert. Die Spezialeinheit ist das sogenannte Kerberos-Panzer-Korps, was daher kommt,dass sich die Männer nicht als “Menschen getarnt als Wölfe” sondern als “Wölfe in Menschengestallt sehen”.
Ihr seht schon ein elitäres Training gepaart mit Brutalität sind an der Tagesordnung. Beispielsweise wird auf die neuen Rekruten während den Übungen nicht mit Farbpatronen, wie wohl üblich, sondern mit spezieller panzerbrechenden, jedoch nicht tödlichen Munition, das Fell gegerbt.
Folglich sind sie abgehärtet, und zeigen fast keine Neigung zu menschlichen Gefühle. Einzig der Hauptcharakter Kazuki Fuse mag da eine Ausnahme sein.
Er wird nämlich schwer traumatisiert, als ein sogenanntes “Rotkäppchen”, eine Bombemkurierin für die Sekte, sich vor seinen Augen in die Luft sprengt.
Er muss noch einmal die Grundausbildung durchlaufen und soll als Doppelagent fungieren, um die Sekte zu infiltrieren und dann von innen heraus zu zerstören.
Während dieses Auftrags “verliebt” er sich in die vermeintliche Schwester des toten Mädchens und sie beginnen eine ungleiche Beziehung. Gleichzeitig räumt das Panzer-Korps auf und unter den Straßen Tokios mit tödlicher Gewalt auf, mit ihrer Hauptwaffe dem Maschinengewehr 42, auch bekannt als “Knochensäge”, da es durch Fleich und Knochen hackt wie ein Messer durch flüssige Butter.
Die Sekte wird also systematisch auseinander genommen und Fuses Karriere nähert sich dem Ende. Die Auflösung der Spezialeinheit ist allerdings manchen Herren nicht Recht und so beschließt man die Regierung von der Notwendigkeit zu überzeugen.
Und wer ist der Bauer in diesem Spiel? Genau, Fuse, der Menschwolf, welcher sich nun anscheinend zu entscheiden hat zwischen Liebe und Beruf.
Achtung Spoiler!
Doch dies scheint nur so, da er seine Meinung längst beschlossen hat und er am Ende seien Geliebte tötet. Dies tut er zwar mit sichtlichen Problemen, doch der Schuß fällt und der Film ist aus.
Ich habe bewusst Teile weggelassen, da ich denke, dass sie zum Teil nicht wirklich erwähnenswert sind. Das einzige, was noch nennenswert wäre, dass Fuse seinen besten Freund, einen ehemaligen Wolf und jetzt Geheimagenten tötet, um das Panzer-Korps zu retten. Dies tut er ohne anscheinende gewissensbisse, was jedoch schwierig ist zu sagen, da er die charakteristische Maske des P-K trägt.
Wie jedoch nun das P-K gerettet werden soll, habe ich nicht wirklich vertanden, ich kann es mir maximal so erklären, dass der Kopf der Sekte abgeschlagen wurde und die verbleibenden Splitterzellen nun über die nächsten Jahrzehnte vernichtet werden können, auf das das P-K stets etwas zu tun hat.
Zu den Charakteren lässt sich sagen, dass selbst die kleinsten Charaktere einen nicht gerade kleinen Beitrag leisten, da sie helfen der geschichte ihre Windungen zu geben. Ich gehe an dieser Stelle bewusst nicht auf Fuse ein, da seine Persönlichkeit ein Artikel für sich wäre. Wer jedoch möchte, dass ich einen verfasse, einfach einen Kommentar hinterlassen und ich liefere.
Wer sich noch ein Bild machen möchte hier der Trailer:
Wie ihr wahrscheinlich hört ist die Musik darauf getrimmt, den Zuschauer wirklich an die Tränengrenze zu treiben. Deshalb also Taschentücher zücken.
Nein, an dieser Stelle keinen bissigen Kommentar, da mich das wirklich bewegt hat.
Und bevor wir nun zum ende kommen hier noch ein Kommentar zum Märchen “Rotkäppchen” welches im Film vorkommt. Diese version ist nicht halb so human wie die der Gebrüder Grimm, da es hier nämlich kein gutes Ende gibt, sondern der Wolf der Sieger ist.
Und jetzt nicht das Wichtigste in den toten Winkel rutschen lassen.
Fazit:
Trotz seiner Komplexität ist Jin-Roh ein Meisterwerk welches seinesgleichen sucht. Wer 102 Minuten investieren kann, sollte es tun, da dieser Film wirklich nur zu empfehlen ist. zwar ist Jin Roh etwas ganz anderes als der Filmname vielleicht erahnen lassen sollte, aber das tut diesem Meisterwerk nun wirklich keinen Abbruch. Die Charaktere sind abwechslungsreich und entwickeln sich überdies noch. Und das alles bei noch nicht einmal 2 Stunden Laufzeit. Des weiteren nimmt der Handlungstrang immer wieder unerwartete Wendungen, was es nur noch besser macht,
Auch Fans des blutigen Kampfes kommen auf ihre Kosten, da die Feuergefechte nicht besonders lang, dafür aber umso schöner gemacht sind.
Also auf jeden Fall mal in Jin Roh reinschauen, es lohnt sich.
Deshalb von mir an dieser Stelle das Urteil 10 aus 10 Punkten.
(Ich habe mit Absicht Dinge weggelassen oder verfälscht, jedoch nichts Essentielles, um die Spannung ein bisschen hochzuhalten!)
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 23. Februar 2010 um 20:00 und abgelegt unter Anime, Review. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.
Mittwoch 24. Februar 2010 um 10:03
(einer meiner ersten Annäherngsversuche mit diesem japanischen Medium) Jin-Roh ist wirklich Pflichtprogramm.
Und was die Tränendrüse betrifft … sagen wir mal, es gibt durchaus Stellen, wo man(n) auch nah am Wasser gebaut ist. PaladinFenris[Kommentar zitieren]
Montag 1. März 2010 um 17:18
Wirklich einer meiner Lieblingsanime. Die Musik ist supertoll. Wenn man sie ohne den Film hört auch super als Entspannung. Sie trägt jedoch auch bedrohliche Elemente in sich. Berurin[Kommentar zitieren]