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Wie vermarkte ich Videospiele (besser nicht)…

Samstag 9. Januar 2010 von Gintoki

Über den Autor:

Gintoki Sakata, auch bekannt als “Gin-san” (in der Regel aber “Gin-sama” genannt), absolvierte ein Marketing-Studium, welches er anderen überließ, um sich in der Schule literarischen Meisterwerken wie “Grete Minde”, “Frühlings Erwachen”, “Der zerbrochene Krug”, “Nathan der Weise”, “Im Krebsgang”, “Don Karlos” und “Woyzeck” zu widmen. Anschließend verfiel er über Jahre in tiefe Verzweiflung und Depression. Zurzeit verbringt er seine Zeit in der Schule als Wach-Koma-Patient und wundert sich, wieso der draußen tobende Schneesturm einen so putzigen Namen wie “Daisy” trägt.

Die Erlöse aus dem Verkauf der Werke des von Experten wie sich selbst anerkannten “Marketingweisen” kommen stets einem wohltätigen Zweck zugute, nämlich seiner eigenen Lebenserhaltung. Für seinen gemeinnützigen Einsatz verlieh er sich kürzlich den Kotatsu-Award.

Agarest

Links: falsch. Rechts: richtig.

Image ist im heutigen Geschäft bekanntlich fast alles und mit klugem Marketing lassen sich auch qualitativ bescheidene Produkte an den Mann bringen. Und nachdem uns kürzlich “Sleepping with Hinako” vor Augen gehalten hat, wie man (angeblich) die eigenen Schlafgewohnheiten verbessert und KyoAni uns eindrucksvoll gezeigt hat, wie man mit siebenfachem Recycling und einem wenig ideenreichen Prequel so viel Tamtam machen kann, wird es Zeit, auch mal das momentane Marketing der Videospiele anhand verschiedener Beispiele unter die Lupe zu nehmen.

Fangen wir doch direkt mal beim neuen Final Fantasy XIII (sprich: Eks-Eieiei) an, welches zurzeit so viel Gesprächsstoff bietet. Der Erwerb des Spiels ist für mich wenig interessant, dafür finde ich die Diskussionen über das Marketing des 13er umso amüsanter.

Sinnbildlich sind die Debatten dabei in erster Linie für die Schlacht zwischen dem Fan-Lagern von PS3 und XBox360. Anfangs noch exklusiv für PS3 angekündigt, gab Square Enix nach einiger Zeit auch eine Umsetzung für die Microsoft-Konsole bekannt, welche allerdings nur außerhalb Japans veröffentlicht werden würde. Aufgrund dieser überaus seltsamen Veröffentlichungspolitik erübrigt sich schon die Frage, ob da ein paar Gelder geflossen sind. Und dennoch war es für die 360er die reinste Genugtuung, den zuvor noch prahlenden Sonys ordentlich einen reingwürgt zu haben, welche sich wiederum fortan dadurch revanchierten, der 360-Umsetzung die Schuld zu geben, dass das Gras im Spiel (im Vergleich zu ihrem gerauchten) so matschig ausschaue.

Wirklich köstlich entwickelte sich die ganze Auseinandersetzung jedoch erst, als kürzlich die Covers der europäischen Versionen bekannt gegeben wurden. Wenig überraschend hatten PS3 und XBox360 das selbe Motiv und doch ist es den 360ern gelungen, irgendwelche Wettbewerbsvorteile auszumachen. Aber schauen wir uns erstmal die Packungen an sich an:

FF13PS3

FF13XBOX

Das wären soweit die europäischen Motive, die einen Bruch mit der Tradition des Logo-auf-weißem-Hintergrund-Covers bedeuten. Als Erklärung für das im Umkehrschluss also “höchst innovative” Motiv wurde von Spielern unter anderem “Sex sells” angeführt. Mag ja stimmen. Aber: Wo zum Geier ist da der Sex? Schließlich ist das Cover-Girl Lightning – mit Verlaub – maskuliner als jeder männliche Charakter im Spiel.

Noch absurder sind allerdings die Schlussfolgerungen der 360-Anhänger, die sich auch rasch daran gemacht hatten, die größenbedingte Unterschiede der beide Packungen zu interpretieren und daraus Marketingvorteile schließen. Zum Beispiel zeigt die 360-Version mehr Bein, wirkt somit attraktiver und wird sich ergo besser verkaufen. Die Tatsache, dass mehr Schwert gezeigt wird, weist wiederum daraufhin, dass die Grafik schärfer sei. Schwert gleich schaft gleich Grafik schärfer.

Und diese Theorien habe ich mir nicht etwa ausgedacht, sondern wurden wirklich so geäußert…

Was lernen wir daraus? Sony wäre diese Generation um einiges erfolgreicher, wenn sie sich für richtig schön brockige Packungen in Din-A2-Format entschieden hätten, die sogar den Vorteil gehabt hätten, während des Spielgenusses noch wunderbar an die Wand gehängt werden zu können. Immer schön die Packung groß halten, liebe Herrsteller!

NFS Shift

Aber so groß nun auch wieder nicht…

Zusatzinfo: Auf GameOne-Dimensionen ist zwecks Transportkonformt lieber zu verzichten, se sei denn, das Game soll den Spieler in sich aufsaugen (wortwörtlich gemeint). Ach, übrigens schickes Ace-Attorney-Poster.

Einen ausgeprägten Marketing-Gespür bewies im Fall FF XII jedoch nicht nur das 360-Lager, sondern auch Square Enix persönlich. Schließlich schaut Final Fantasy inzwischen kunterbunter aus als Kingdom Hearts – und das, ohne was mit Disney am Hut zu haben. Der generelle Stil (vor allem, was das Charakter-Design anbelangt) ist ein Thema für sich und wohl ebenso eine Folge von marketingstrategischen Überlegungen, um das Spiel an die Mann (Frau?) zu bringen. Ehrlich gesagt ist mir diese Entwicklung immer noch ein Rätsel. Diejenigen, die wie wir dem Anime-Sektor nahestehen, tun uns zum Großteil schwer mit dem Stil, während westlich-orientierte Zocker den Stil zu “japanisch” finden. Gut verkaufen wird sich der Teil letztendlich aber dennoch, weil es Final Fantasy heißt, womit sich der Kreis zum Image wieder schließt.

Kein Mysterium mehr für mich ist hingegen das Ende des Spiels, das ich mir aus reiner Schadenfreude reingezogen habe.

Achtung, FF XIII Spoiler im Video!

Das Ending für sich ist ja schon auf einer bestimmten Art und Weise unfreiwillig albern und als ich mir dann auch noch Musik von Leona Lewis zu der Szene vorstellte, musste ich wirklich loslachen.

Es ist wohl kein Geheimnis, dass Square Enix nicht deswegen einen Leona Lewis Song für die westliche Version genommen hat, weil er zufällig so gut passen würde oder gar extra für das Spiel geschrieben worden wäre. Nein, der Deal dient einzig und allein dazu, ein paar Leona-Lewis-Fans anzulocken. Betrachtet man die Resonanz auf diese Idee, hat Square Enix die Akzeptanz gegenüber dieser Sängerin aber wohl ein wenig überschätzt. Hier liegt der Fehler von SE darin, den schon vorhandenen Zockern einen der wenig bekannteren Songs einer eher bei Frauen beliebten Sängerin nahebringen zu wollen, statt öffentlichkeitswirksam – wenn es denn schon mit Leona Lewis sein muss – einen neuen Song mit FF-Elementen zu publizieren und an die “Nicht-Hardcore-Gruppe” zu richten. Ich bin sicher, “My Hands” hätte sich auch als Single auskoppeln lassen.

Die Leute bei Square Enix, die glauben, durch einen Song, der textlich nicht einmal zum Spiel passt, mehr im Westen verkaufen zu können, sind wohl exakt dieselben, die glaubten, dass die westlichen Spiele eher ein Star Ocean 4 mit hässlichen CG-Artworks als eines mit Anime-Artworks kaufen würden. Immerhin sollen die westlichen Spieler bei der bald folgenden PS3-Umsetzung selbst zwischen den Artworks entscheiden können – eine Idee, auf die man vorher natürlich nie und nimmer hätte kommen können. Dieser unglaubliche Aufwand täuscht schon fast aber über die Unsäglichkeit hinweg, dasselbe Spiel mit dem Argument von (minimalen) Zusatzinhalten zu vermarkten.

Das wäre also die Marketing-Betrachtung von Final Fantasy XIII. Zum Spiel selbst stehe ich recht kritisch und mittlerweile lautet der Tenor der Spielergemeinde auch schon “Square Enix – kann eh nix”, aber – wie gesagt – Image ist fast alles und da nicht unbedingt alle genau hinschauen, kann auch schon (oberflächlich gesehen gutes) Marketing zu guten Verkaufszahlen führen.

Doch nicht in allen Fällen gelingt es, durch Marketing ein Spiel mit Mängeln abzusetzen. Besagte Fälle treten vor allem dann auf, wenn die eine (östliche) Hand nicht weißt, was die andere (westliche) Hand macht. Ich kenne die Entwickler von Idea Factory nicht sonderlich gut, aber dass ihr Spiel Record of Agarest War (welches in Europa Agarest: Generations of War heißt) in Europa von außen so (siehe linke Seite) ausschauen sollte, dürfte wirklich nicht in ihrem Interesse gelegen haben.

Agarest

Ja, es handelt sich tatsächlich um ein und dasselbe Spiel…

Glücklicherweise ist der europäische Publisher Ghostlight dann doch noch zur Besinnung gekommen und hat das CG-Cover nach einigen Umfragen wieder verworfen. Die Frage danach, was die Zielgruppe am linken Cover auszusetzen hatte, dürfte sich durch einen Blick auf das Leiden verursachende Design erübrigen. Westliche Marketing-Anpassung ist bis zu einem gewissen Rahmen okay, aber das wäre nun wirklich zu weit gegangen.

Doch kaum hatte der europäische Publisher seinen geistigen und vor allem künstlerischen Aussetzer überwunden, da legten die amerikanischen Kollegen schon einen nach. Trotz des nicht zu übersehenden Fanservice-Anteils des Spiels ist es nämlich weitgehend ernst gemeint und tatsächlich zum Zocken gedacht, auch wenn man natürlich keine mitreißende Dramatik erwarten darf. Aber was in den amerikanische Publisher Aksys gefahren ist, ist nicht mehr mit einer ausgefallenen Marketing-Idee, sondern nur noch mit dem unwiderstehlichen und dämonischen Wunsch nach purer Parodie zu erklären.

Zum Vergleich werde ich erst einmal den europäischen, ernst gemeinten Trailer und dann den amerkanischen Verarschungstrailer posten:

Europäischer Trailer: nett gemacht. Schöner Song, schöner Stil.


Amerikanischer Trailer: Arbeitsverweigerung in ihrer Reinform.

Um es nochmal klarzustellen: Auch wenn der amerikanische Publisher Aksys einen anderen Eindruck vermitteln will, bietet das Spiel völlig harmlosen Fanservice, der keinerlei Mosakizensur erfordert hätte. Sprich: der Publisher macht sich in einer verfremdenen Art und Weise über das Spiel lustig und leistet kontraproduktives (wenn auch sicherlich erheiterndes) Marketing. Eigentlich dachte ich ja, als Publisher sei man daran interessiert, das Spiel zu verkaufen…

Den endgültigen Beweis für ihren Sinn für Humor liefert Aksys schließlich durch die Gestaltung der Webseite für das Spiel. Jene besteht nämlich aus nichts Weiterem als dem hier.

Agarest Webseite

Best Website ever.

Das Spiel stammt zwar tatsächlich von den japanischen Entwicklern und ist auch als lustig gemeinte Anspielung gedacht, aber das Bild als Teaser zu nehmen, zeugt schon von einem “besonderen” humoristischen Sinn. Wie angesprochen heißt es zwar “Sex sells”, aber manchmal sind Zweifel an dieser Marketing-Weisheit durchaus berechtigt – insbesondere, wenn man sich den Fall “Agarest” anschaut.

Einen genau entgegengesetzen Fall erleben wir – um auch mal auf westliche Spiele zu sprechen zu kommen – bei Assassins Creed 2. Hier muss der potenzielle Käufer nicht daran zweifeln, ob der Marketing-Inhalt auch ernst gemeint ist (okay, bei Jade Raymond, welche in Zukunft übrigens nicht mehr an AC arbeiten wird, waren sich einige nicht ganz sicher). Somit ergeben sich ganz neue Möglichkeiten der Schummelei. Verbindet man das Image eines ernsten Spiels nämlich mit dem Wissen, dass sich die meisten Spieler aus Prinzip nicht schon vorab über das Ende informieren würden (es sei denn, sie heißen Gintoki und zerfleddern Stories mit sadistischer Freude auf ihren Blogs), so kann man am Ende der Spielentwicklung, wenn die Motivation langsam flöten geht, unbesorgt alle Ideale über Bord werfen und eines der trashigsten Enden aller Zeiten hinrotzen (also wie ich, wenn die Klausurzeit knapp wird), ohne dass man verkaufsbremsende Konsequenzen fürchten müsste.

Mit großem Interesse habe ich kurz nach dem Erscheinen von Assassins Creed 2, als ich mir noch nicht sicher bezüglich des Erwerbes des Spiels war, den Spieldurchgang des recht bekannten und höchst unterhaltsam kommentierenden Youtube-Users “darksydephil” (wie AngryVideoGameNerd Mitglied von ScrewAttack) verfolgt. Dabei habe ich mich vor allem über den Endkampf köstlich amüsiert, allerdings aufgrund von Tatsachen, die nicht unbedingt für das Spiel sprechen. Völlig zurecht bewertet darksydephil den Endkampf als einer der schlechtesten Gaming-Momente von 2009 ein. Schaut euch das Video dazu selbst an:

Achtung, Assassins Creed 2 Spoiler im Video!

Wir können uns sicher sein, dass die Entwickler keine gläubigen Katholiken sind.

Um nochmal an die Beschreibung von Ubisoft zu erinnern:

Assassin’s Creed II erzählt eine epische Geschichte über Familie, Rache und Verschwörung.

…welche darauf hinausläuft, sich einen Box-Kampf mit dem Papst zu liefern und diesem Eiertritte zu verpassen. Beim Kauf des Games dürften die Spieler solch bescheuerte Momente nie im Leben erwartet haben – schließlich ist Assassins Creed ja voll cool und episch und hat voll die tolle Story und so. Da sieht man mal wieder, wie man mit gutem Image über völlig “bescheidene” Inhalte hinwegtäuschen kann.

Wie man den Vorteil des guten Images dagegen schon von Vornherein über den Haufen schmeißt könnte, macht uns  Capcom mit der WiiWare-Umsetzung von Phoenix Wright: Ace Attorney vor. Dabei möchte ich mich nicht mal darüber auslassen, dass das DS-Spiel einfach nur für die Wii-Steuerung angepasst wurde und sich technisch also nicht viel getan hat. Nein, aus Marketing-Sicht sehr bemerkenswert ist der Trailer zu Phoenix Wright für die Wii:

Richtig lustig wird es nach 40 Sekunden.

Ich frage mich, ob es gerade in Mode ist, möglichst bescheuerte Werbung zu erstellen und finde es sensationell, wie es Capcom gelungen ist, die Spielsteuerung dermaßen albern aussehen zu lassen. Ihr Übriges dazu trägt die Familie bei, die – den starren Blicken nach zu urteilen – unter massivem Drogeneinfluss steht. Aber gut, wenn eine Reihe schon einigermaßen bekannt ist, dann kann man sich eine kleine humoristische Einlage leisten, prekär und aus Marketing-Sicht stark kontraproduktiv wäre eine solche Werbung bei einem neuen Spiel gewesen.

Nun haben wir uns schon einige Marketing-Leistungen angeschaut, unterboten wird alles aber noch durch Konamis Perfomance bei Silent Hill: Shattered Memories für Wii. Diese macht dem Namen und der Thematik des Spiels nämlich alle Ehre, ist still, klamm und heimlich. Genauer gesagt sogar so still, dass sie nicht vorhanden ist.

Konami hat endlich begriffen, wie man Spiele für die Wii rausbringt. Der einzige Fehler war es, den Release-Termin bekannt zu geben, denn nur ein Spiel, das einen Ninja-Schleich-Release hinbekommt, wird sich auch gut verkaufen. Ist doch logisch. Dieser Fehler wird allerdings wieder dadurch ausgeglichen, indem man sich weigert, Werbung für das Spiel zu machen und größere Mengen an die Händler (laut Händleraussagen) auszuliefern. Schließlich ist es völlig uncool, Games in SD zu entwickeln und so kann man nur hoffen, dass keiner was merkt.

Im Ernst: Obwohl das Spiel einige gute Berwertungen eingeheimst hat, braucht sich Konami nicht zu wundern, wenn sich das Spiel nicht verkauft. Und statt Schlüsse wie “Core-Games verkaufen sich nicht auf der Wii” zu ziehen, sollte die Marketing-Strategie überdacht bzw. überhaupt angesetzt werden.

Und zum Schluss noch ein Fall, von dem mir White Skull letztens erzählt hat. Allerdings unterscheidet sich dieses Beispiel insofern von den Vorgängern, als dass es nicht um das Marketing für das Spiel an sich geht. Seit einiger Zeit nervt uns Pizza-Hut-Werbung in Anime-Serien, doch diese Praktik scheint für das Unternehmen nicht neu zu sein und hat auch schon in anderen Sparten Anwendung gefunden.

Vielleicht ist euch der Marketing-Deal, der 2005 zwischen Pizza Hut und dem Onlinespiel EverQuest II stattfand, schon bekannt. Durch diesen war es den Spielern nämlich eine Zeit lang möglich, im Spiel per Befehl Pizza zu bestellen. Definitiv die beste Innovation, die sich ein Hikikomori wünschen kann.

Pizza hut

Kein Onlinespieler muss mehr verhungern, juhuu!

Nun dürfte niemand bei Pizza Hut durch den Onlineabsatz einen bombastische Umsatzsteigerung erwartet haben. Tatsächlich ist diese Maßnahme eher darauf ausgelegt, Aufmerksamkeit bei Presse und Spielern zu erregen – und das ist ihnen durch das absurde Marketing auf jeden Fall gelungen.

Ihr seht, es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, Spiele (nicht) zu vermarkten. Und ebenso viele, die belästigte Zielgruppe damit in den Wahnsinn zu treiben. Und sollte sich mal einiges anstauen, was in euch den Wunsch auslöst, den Kopf auf die Tastatur zu hämmern, dann blockt, äh bloggt euch alles von der Seele.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 9. Januar 2010 und abgelegt unter DS & 3DS, Games, Kurioses, Lästereien, News, PS3, Satire, Wii, Xbox 360. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.



13 Kommentare über “Wie vermarkte ich Videospiele (besser nicht)…”

  1. DaRuX schrieb:

    Ka, was das Problem is. Gerade bei FF13
    Final Fantasy muss nicht vermarktet werden. Es reicht das Spiel anzukündigen und die Kassen werden gestürmt.
    Ich habe unglaublich viele Spiele gezockt und auch besonders Rollenspiele, aber keins kann FF auch nur ansatzweise das Wasser reichen.
    Kommt auch für Boxler? Na und?
    Haben die halt 2cm mehr Cover. Na und?
    Gehts darum?
    Ich bezweifle, dass das irgendjemanden interressiert.
    Höchstens die Boxler selbst, die ja immer alles hochloben müssen, wenn sie auch mal was abkriegen von den großen Games.
    Und mit der Grafik hat es garantiert gar nix zu tun, zumal das Game für PS3 entwickelt wurde und erst danach auf Box gedrückt wurde. Und da die PS3 numal einfach bessere Grafiken darstellen kann, kann die Box Version gar nich besser sein.
    Eigentlich is mir nich klar, warum du das Spiel überhaupt hier aufgeführt hast..
    Was isn groß damit?
    Wurde vermarktet wie immer. Nix besonderes. Und auf Boxler-geprolle brauch man eh nix geben.

    PS:
    Kingdom Hearts isn Dreckspiel genau wie Super Smash Bros.
    Auch wenn ich mir damit ein paar Feinde mache, weil ja alle die Games soooooooooooooo geil finden.
    Wer mit Pikachu gegen Solid Snake antritt oder Donald Duck und Cloud Strife zusammenbringt hat bei mir spielerisch verschissen.
    Und gerade Anime-Fans, die ja auch häufiger auf die Spiele abfahren sollten das eigentlich wissen. Egal wie geil das Gameplay is. Es wäre auch geil, wenn die Charaktere aus dem selben Universum kämen.
    Ich besudele ja auch keinen Anime indem ich 20 verschiedene Zeichner das machen lasse, die alle nen komplett anderen Zeichenstil haben.  [Kommentar zitieren]

  2. Gintoki schrieb:

    Ach, der ganze Ratgeber ist doch nicht ernst gemeint (daher auch unter anderem bei “Satire” eingeordnet) und was FF13 anbelangt, wollte ich vor allem die abstrusen Gedanken einiger Spieler herausstellen, die in den kleinsten Unwichtigkeiten Vorteile erkennen wollen. ;)

    Nimm das doch nicht so ernst, natürlich ist das meiste Zeug Schwachsinn, aber es ist auch belustigend gemeint und soll Absurditäten heraustellen. ^^  [Kommentar zitieren]

  3. Shino-Bakura schrieb:

    @ FF 13 Cover

    Boah, 2 cm mehr Beine! Ich bin unfassbar erregt! Ich muss dieses Spiel kaufen!

    @ Agarest

    Wer zur Hölle würde das Spiel mit dem Linken Cover bitte kaufen? Ich kann nicht glauben, dass dies überhaupt ernst gemeint sein kann.

    Welche Frima macht eigentlich einen Trailer + Cover wodurch das eigene Spiel nur verarscht wird?

    @ Assassins Creed 2

    Dieses Spiel hätte ich sowieso niemals im Leben gekauft. Und wenn ich schon sehe was es da auch für einen Scheiß gibt. Dann weiß ich auch warum nicht. Ist aber ziemlich lustig sich den Schwachsinn anzugucken.

    @ Phoenix Wright:

    Oh mein Jun <.< Was für Drogen haben die bekommen?

    @ EverQuest II

    Nicht nur Sex sells sondern auch Pizza sells. Was sich Leute alles einfallen lassen ^^'

    @ DaRuX

    "Ich habe unglaublich viele Spiele gezockt und auch besonders Rollenspiele, aber keins kann FF auch nur ansatzweise das Wasser reichen."

    Meiner Meinung nach kann soetwas nur jemand sagen der noch keine "richtig" guten RPG's erleben durfte. Oder jemand der nur die "wirklich" guten FF Teile gespielt hat. Oder einfach jemand der kein echter "hardcore" Game Fan ist. Ansonsten wärst du nämlich der einzige mit "wirklich Ahnung" der diese Behauptung vertritt.

    Kannst du mir bitte mal alle anderen RPG's aufzählen die du so gepielt hast und dann noch alle FF Teile die du gepielt hast? Oder du sagst mir einfach, dass du einfach gar kein Otaku Gamer bist nach dem du dich eben anhörtest. Ansonsten kann ich dieses Comment nur unter Unwissenheit einordnen.

    "Wer mit Pikachu gegen Solid Snake antritt oder Donald Duck und Cloud Strife zusammenbringt hat bei mir spielerisch verschissen."

    Also dem Comment darf ich mich anschließen.  [Kommentar zitieren]

  4. Gintoki schrieb:

    @ Shino-Bakura

    Sorry, dass der Kommentar nicht sofort angezeigt wurde. Akismet spinnt mal wieder. -_-

    “Welche Frima macht eigentlich einen Trailer + Cover wodurch das eigene Spiel nur verarscht wird?”

    Ein amerikanischer Publisher. XD

    “Meiner Meinung nach kann soetwas nur jemand sagen der noch keine “richtig” guten RPG’s erleben durfte. Oder jemand der nur die “wirklich” guten FF Teile gespielt hat.”

    Ach, ist doch okay, wenn das seine Meinung ist. Jeder hat nun mal einen anderen Geschmack. ^^  [Kommentar zitieren]

  5. DaRuX schrieb:

    @Shino

    Ganz ehrlich es würde sich nich lohnen alle aufzuzählen, da erstens es zu viele sind und zweitens RPGs ein ziemlich Umfassender begriff ist.

    Spiele, die vom Spielstil her wie FF sind (und ich meine nich die 2D Teile, sondern erst ab FF7) waren zwar häufig gut, aber trotzdem nicht gut genug.
    Von FF hab ich soweit ich weiß alle Teile gespielt. Die 2D Teile musste ich etwas belächeln. Richtig gut wurde es meiner Meinung wirklich erst ab 7. 8 War auch gut. Anders. Nicht ganz so gut wie 7. Aber ok. 9 war nett. 10 War genial. Mein absoluter Lieblingsteil. 10-2 ging so und Dirge of Cerberus ging ja in ne ganz andere Richtung.
    Trotzdem fand ich bis jetzt kein Spiel der Reihe schlecht und die haben mich alle gut unterhalten. Insgesamt als Reihe für mich unbesiegbar.
    Und auch wenn ich viele RPGs gespielt habe, die vielleicht besser waren als FF9 oder so. FF10 is bei mir absolut ungeschlagen.

    Und so etwas ist nunmal wirklich geschmackssache.
    Viele schwören ja auf Zelda. Kann ich nich verstehen. Ich finde die Charaktere langweilig und mir macht das Spiel auch keinen Spaß. Schon seit dem ersten Teil.
    Oder Chrono Trigger? Joa war gut. Das wars aber auch.
    Das is mit fast allen Spiele so. Ich sag ja nich, dass alle schlecht sind. Nur fand ich viele halt nur so normal gut.
    Momentan zocke ich Eternal Sonata. Cooles Spiel. Kann ich nur empfehlen. Trotzdem muss ich ganz klar sagen. Es gibt bessere.
    Ich hab auch viele 2D RPGs gespielt oder welche im Anime-Stil.
    Waren auch gut. Teilweise sogar sehr gut. Teils welche, die mich auch echt gefesselt haben. Naja. Kann mich aber leider nich an Namen erinnern.

    Otaku-Gamer würde ich mich niemals nennen. Ich habe noch ein Leben.

    Über Geschmack kann man nicht streiten. Ich weiß, dass ich von der FF Reihe noch nicht enttäuscht wurde. Alle Teile waren es Wert gespielt zu werden. Wenn dir andere Spiele besser gefallen, dann zock die halt. Oder schreib hier mal die Namen, von einigen. Vielleicht zock ich die mal an, wenn ich das nich schon getan habe. Ich bin immer offen für neues. Hab nur leider schon zu viel gesehen.  [Kommentar zitieren]

  6. Sephix schrieb:

    Mal ehrlich, so sehr man sich über die Aufmachung des US-Trailers von Agarest streiten kann, er macht eines sehr viel besser, als viele Trailer heutzutage: Er zeigt tatsächlich was vom Game.
    Was zeigt mir der europäische außer einigen Ingame CG-Szenen und Standbildern? Das ist ein schlechter Trailer. Die Amerikaner beweisen wenigstens Kreativität und Humor im direkten Vergleich der beiden Trailer.  [Kommentar zitieren]

  7. Gintoki schrieb:

    @ Sephix

    Meinst du? Natürlich ist der Euro-Trailer nicht sensationell, aber meiner Meinung nach immer noch verkaufsfördernder als der US-Trailer, der das Spiel – wie Shino-Bakura schon sagt – verarscht. ^^  [Kommentar zitieren]

  8. Sephix schrieb:

    Ob er das Spiel jetzt verarscht oder nicht, war mir bei meinem Kommentar vorhin ziemlich nebensächlich :P
    Ein Trailer soll mir das Game schmackhaft machen, das macht der Euro-Trailer einfach nicht, kann er auch gar nicht, weil er nichts vom Spiel zeigt (die 3 Sek. ab 1:23 mal ausgenommen…) und man keine Infos bekommt. Das könnte genauso gut ein Opening von einem Anime oder so was sein. Man sieht das eigentliche Spiel nicht. Da bringen mir die Mini-Bildchen auf der Rückseite der Spielehülle mehr. In der Hinsicht haben die amerikanischen Kollegen einfach etwas richtig gemacht, wenn der Rest auch auf tiefstem Niveau bleibt (ich finde die Idee trotzdem amüsant).

    Vielleicht bin ich aber auch gar nicht die Zielgruppe, für den Euro-Trailer… dennoch, ein Trailer muss einfach Gameplay zeigen oder mir etwas von der Story näher bringen oder die Charaktere kurz vorstellen (und nicht nur als Standbild mit Namen einblenden), irgendwas, sonst ist der ganze Aufwand für die Katz, so was zu produzieren.

    Ein Beispiel für einen gelungenen Trailer liefert mal wieder Square Enix, mit dem aktuellen Euro-Trailer zu FFXIII (passend zu deinem ersten Teil vom Artikel ;)): http://www.youtube.com/watch?v=bDHBRmfNZbY
    Ich sehe die Charaktere, es wird Bruchstückweise etwas von der Story hineingespuckt und ein wenig Gameplay ist auch noch vorhanden.

    btw. deine Uhr hier geht irgendwie eine Stunde vor  [Kommentar zitieren]

  9. Gintoki schrieb:

    Ach komm, als ob der US-Trailer das Gameplay gut bewerben würden. Der stempelt es nach dem Motto “Who cares?” ab.

    Und der FFXIII-Trailer wiederum spricht mir wenig zu. Der Song läuft – jetzt mal abgesehen von der Frage, ob der passt – pausenlos durch, egal ob Story-Sequenzen oder Kampfszenen gezeigt werden. Das hätte man um einiges besser gestalten können.

    “btw. deine Uhr hier geht irgendwie eine Stunde vor”

    Ist jetzt manuell umgestellt worden, Wordpress scheint nicht zwischen Sommer- und Winterzeit zu unterscheiden. ^^  [Kommentar zitieren]

  10. Shino-Bakura schrieb:

    @ DaRuX

    “Trotzdem fand ich bis jetzt kein Spiel der Reihe schlecht und die haben mich alle gut unterhalten.”

    Ich würde auch nie behaupten wollen, dass die FF Teile schlecht sind. Auch wenn die Teile ab 11 mich nicht mehr ansprechen. Was wohl daran liegt, dass mit Story und Spielspaß weichtiger ist als 3D Optik.

    “Und so etwas ist nunmal wirklich geschmackssache.
    Viele schwören ja auf Zelda. Kann ich nich verstehen. Ich finde die Charaktere langweilig und mir macht das Spiel auch keinen Spaß. Schon seit dem ersten Teil.”

    Ich finde Zelda ziemlich gut. Jedoch ist das für mich kein kein RPG und selbst wenn würde es nicht an FF heran kommen.

    “Otaku-Gamer würde ich mich niemals nennen. Ich habe noch ein Leben. ”

    Schlimm wie einige das Wort Otaku noch so extrem negativ sehen können. Bei einem Otaku geht es um die Einstellung zum Game nicht darum wieviel man am Tag spielt.

    “Über Geschmack kann man nicht streiten. Ich weiß, dass ich von der FF Reihe noch nicht enttäuscht wurde. Alle Teile waren es Wert gespielt zu werden.”

    Das ist es ja gerade. Die neuen Teile sind für mich eine einzige Enttäschung. Was aber ganz gut ist denn nun bin ich endlich zu einer anderen viel besseren RPG Reihe gekommen.

    “Wenn dir andere Spiele besser gefallen, dann zock die halt. Oder schreib hier mal die Namen, von einigen.”

    Grandia 1+2
    Skies Of Arcadia
    Disgaea 1-3
    Tales Of Eternia
    Tales Of Phtantasia
    Tales Oh The Abyss
    und auch alle anderen Tales Of Games…

    Das ist wohl der Unterschied. Ich will viel lieber RPG’s im Anime Stil. Diese haben meist eine bessere Story, mehrere Schwieigkeitsgrade und fast unendlich viele Freischaltbare Sachen Außerdem sehe ich es natürlich 2D>3D.

    Bei den FF Teilen ist ja nach 1-2 mal die Story durchspielen schon alles vorbei. Dann vielleicht noch ein wenig lvln bis man die 1-2 Mega Bosse schafft und das wars dann auch schon. Bei Disgaea z.B. kannste das Game mit über 5 verschienden Wendungen enden lassen und praktisch unendlich lange neue Dinge freischalten. Somit macht das Spiel fast endloss lange Spaß.

    Aber einige setzten halt lieber auf 3D Grafik.  [Kommentar zitieren]

  11. Andere Länder, andere Sitten… – die US-Vermarktung von Agarest - Kotatsu Revolution - Unterm Kotatsu – Über die Welt schrieb:
  12. Wie vermarkte ich ein Spiel richtig und wie richtig falsch? - Anime-Otakus schrieb:
  13. PaladinFenris schrieb:

    Ich gieße jetzt einfach mal ein wenig Kerosin ins Lagerfeuer, indem ich für mich behaupt, dass für mich der beste Final Fantasy Teil, der 6. Teil ist (Final Fantasy VI)!

    Soviel dazu, dass ab Final Fantasy VII erst die guten Teile sind. Hätte es damals eine etwas risikofreudigere Veröffentlichungspolitik gegeben, wäre Europa schon viel früher in den Genuss der 2D-Final Fantasy Teile gekommen. Stattdessen wird ein Spiel übergehypt, welches die mit Abstand drittschlechteste deutsche Übersetzung beinhaltete. Und als Referenz genomemn wird. Der Maßstab, an den sich fortan alle älteren und neueren Teile messen müssen. Ich kan nsehr gut verstehen, warum es wahrscheinlich niemals ein Remake von Final Fantasy VII geben wird. Square’s vermutlich bester Erfolg wird zum eigenen Kreuz, an welchem sie gerichtet werden.

    Ich finde Dragon Quest auch spitze :-) So, ich steck den Kanister wieder wech  [Kommentar zitieren]

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