Lernen fürs Leben: Darker Than BLACK 04
Freitag 6. November 2009 von Gintoki
Eigentlich wollte ich es aufgrund des schulisch bedingten Zeitmangel kurz halten, aber dann habe ich mir doch überlegt, noch was daraus zu basteln. ^^

Lektion 1: Trinke nur einmal am Tag Alkohol, aber dafür bis zu 20 Stunden am Stück.
Folge 4 mag zwar auf den ersten und auf den zweiten Blick substanzlos gewirkt haben, erweist sich aber dennoch als außerordentlich lehrreich. Welche Lektionen in der Folge stecken, will ich im Folgenden erläutern.
In dieser Szene wundert sich Suou darüber, wieso sie kein Foto vom Wal macht. Zugegeben, dieses Rätsel ist eine harte Nuss. Dennoch hat “Lernen fürs Leben mit DTB” natürliche eine Lösung bereit: Der kleine Faktor, an dem es scheitert, heißt “Kamera” und ist offensichtlich nicht vorhanden. Dafür ein Scharfschützengewehr. Ergo: Abschießen und verspeisen statt nur begutachten. Sonst wäre es in etwa so sinnlos wie das Anschauen von “Die Küchenschlacht”. Daher:

Lektion 2: Das hier ist kein Fotoobjekt, sondern Dein Frühstück.
Vor allem bei einer Schauspielrolle ist es wichtig, stets eine gute Figur zu machen. Selbst bei nicht ganz so schlanken oder auch winterlich verpackten und dadurch enorm (nach eigener Aussage) aufgerundeten Personen lässt sich ein optisch besserer Eindruck erzeugen, wenn sie mit umfangreicheren Nebenfiguren verglichen werden. Besonders geeignet sind hierfür in etwa Pott- oder Blauwale und Elefanten. Vergiss den Hund. Dickhäuter sind die Begleittiere der modernen Zeit. Daher:

Lektion 3: Ob “Seewolf” oder doch eher “Seepferdchen” – versuche in jedem Fall, das Hervorrufen der Assoziation “Seekuh” zu vermeiden.
Bekunde immer wieder Deine Weltoffenheit. Sei vielschichtig und differenziert: Sei Rotkäppchen UND Wolf. Sei SPD-Mitglied UND links. Sei FDP-Wähler UND zurechnungsfähig. Das macht sympathisch und verschafft Sympathisanten in allen Bevölkerungsgruppen. Daher:

Lektion 4: Dränge Dich mit Toleranz auf: Wenn Du schon einen Codenamen bekommen solltest, so nehme auf jeden Fall einen, der an Yaoi oder Shonen-Ai erinnert. Und achte…
Warnhinweis: Scrollen auf eigene Gefahr
…auch ja darauf…
…möglichst viele…
…sexuell “spezielle” Charaktere auftreten zu lassen. (Angie, bist du’s?)
Sofern dies noch zu lesen ist: Für etwaige Erblindungen übernimmt Autor keine Haftung. Beschwerden und Briefbomben (Letztere bevorzugt) wegen Verursachung von dauerhafter Impotenz dürfen stattdessen gewendet werden an:Kanzleramt
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Kennwort: Wissensiewasdasschlimmsteistdasunsdieeinheitbescherrthat
Der Einsendeschluss ist vorerst 2013.
Herzlichen Dank für Deine Teilnahme.
Selbst der härteste Mann und die taffeste Frau und alle anderen Mitmenschen aus Lektion 4 werden einmal in die Lage kommen, in denen sie sich ihren biologischen Zwängen beugen müssen. Ein bekanntes Beispiele ist Darmdrücken. Wichtig ist das richtige Reagieren auf gesundheitliche Beschwerden. Genauso wichtig ist es jedoch, auf diese vorbereitet zu sein. Das gilt auch für äußere Einflüsse. Daher:

Lektion 5: Wenn Dein Arm komisch baumelt und Du nicht in einer Serie namens “One Piece” mitspielen solltest, so ist bei aller Bewunderung die geringe Wahrscheinlichkeit, dass dies mit Schmerzen verbunden ist, nicht auszuschließen.
Die militärische Hartnäckigkeit in der Geschichte Russlands kommt nicht von ungefähr und so wissen die Russen, was sie an ihren Kalaschnikows so schätzen. Sie haben eine starke Durschlagskraft, sind äußerst zuverlässig, trotzen den kältesten Bedingungen. Dies ist nicht die einzige Szene, in der Suou diese Tradition missachtet. Sie verwendet ganz amerikanisch ein Gewehr – und prompt versagt die Schrot(t)flinte den Dienst.

Angeblich sollen amerikanische Modelle mehr aushalten. Diese Behauptung ist eindeutig falsch und auf amerikanische Propaganda zurückzuführen. Angesichts des ständigen Verstauens in einem sicherlich ungeräumigen Anhänger halte ich ein Schadennehmen des äußerst empfindlichen Gerätes – auch wenn ich das Komprimieren nicht ausprobiert habe und dies natürlich nichts damit zu tun hat, dass ich dazu nicht in der Lage wäre oder so – sogar für ziemlich wahrscheinlich. Daher:
Lektion 6: Schmeiß alles andere in den Müll und bleibe bei Deiner AK-47 (Kalaschnikow). Es gilt der Merksatz: “Liegt der Russe tot im Loch, Kalaschnikow schießt immer noch.”
Leider hat Suou nichts aus ihren Erfahrungen gelernt. Ihre Ziele werden es ihr danken. Betrachtet man die Folgen der Missachtung dieser Regel, so wird die Notwendigkeit der Einhaltung noch deutlicher.
Ein freundliches Erscheinungsbild öffnet einem bekanntlich Tore und Pforten und ein charmantes Lächeln wie das von July verschafft einem zahlreiche Karrieremöglichkeiten. Zum Beispiel eine im Gruselkabinett. Daher:

Lektion 7: Stets natürlich lächeln.
Sollte es Dir nicht zum Lächeln zumute zu sein, so stelle Dir einfach vor, wie Du Dein Gegenüber in einem unerwarteten Moment ergreifst, ihm seine Arme und Beine brichst, während Du seinen Kopf immer wieder gegen die Betonwand rammst und dabei unfeine Sachen über ihn und seine Familie sagst. Optional mit imaginärem Verbrutzeln. “Lernen fürs Leben mit DTB” garantiert: Du wirst aus dem Lachen gar nicht mehr rauskommen. Hei macht es hervorragend vor.
Jeder wird einmal an einen unangenehmen Punkt kommen, an dem er irgendwo übernachten muss, wo er normalerweise CDU-Mitglieder drin einsperren würde. Besonders schlimm könnte es werden, wenn man auch noch zwei Balgen, wovon eines offensichtlich an Menstruationsbeschwerden leidet, und ein sprechendes Eichhörnchen im Schlepptau hat. Aber auch hier gilt es, das Beste aus der Situation zu machen. Daher:

Lektion 8: Wenn Du in einem Lovehotel übernachten musst und nicht identifizierbare Flecken auf dem Bett vorfindest, so überlasse es den Kindern und schlafe auf dem Sofa.
Erfolgreiche Personen und Lektion 1 haben gezeigt: Nüchtern geht nichts. Wäre Amy Winehouse ohne Alkohol so bekannt geworden und wäre Westerwelle ohne Alkohol gewählt worden? Na also. Daher:

Lektion 9: Für eine gute Arbeit ist ein persönlicher Flaschenhalter (im Fachjargon auch “Alk-Caddy” genannt) unerlässlich. So ist man auch in der Hitze des Gefechtes immer mit Genussmitteln versorgt.
Dennoch sollte der Alkohol nicht überkonsumiert werden. So sollten der Leber pro Tag bis zu vier Stunden ohne Nervengift vergönnt sein. Hier greift wieder Lektion 1.
Zugleich kann zu viel Alkoholkonsum auch zu einer ordentlichen Fahne führen. Jetzt, wo Du dies gelesen habt, wird Dir das natürlich nicht mehr passieren. Doch was tun, wenn andere ohne vorherige Lektüre von “Lernen fürs Leben mit DTB” und daher unaufgeklärt durchs Leben irren? Die folgende Lektion schafft Abhilfe:
Lektion 10: Zeig Zivilcourage! Handle aktiv gegen Mundgeruch.
Nun, nach diesen zehn Lektionen bist Du auf alle Eventualitäten vorbereitet. Beherzige diese Regeln und auch Du kannst so erfolgreich sein wie Deine DTB-Vorbilder.
Mehr aber auch nicht.
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Fazit:
So und jetzt noch ein paar “ernste” Worte (ich weiß, es ist kaum zu glauben, aber die Lektionen sind satirisch):
Liebe Leute von Bones, ich verlange doch wirklich nicht viel. Alles, was ich will, ist ein bisschen Action und ein Fortsetzung der Story rund um die alten Charaktere. Und keine Ansammlung von Lebenskrisen. Dass Mädchen bei DTB Opfer von Aggressionen werden, ist nicht unbedingt neu (Havoc, Amber), aber die Häufigkeit beginnt inzwischen zu nerven. Statt kleine Mädchen sollen gefälligt wieder Fieslinge verdroschen werden. Zum Beispiel so:
Und was den Alkohol angelangt, so habe ich das Thema schon satirisch behandelt.
Was ich an der ersten Staffel so geschätzt habe, waren auch die ganzen kleinen Geschichten. Und damit meine ich nicht unbedingt so etwas wie – sofern ich dies richtig interpretiert habe – die erste Periode von Suou. Stattdessen sehen wir seit zwei Folgen nur noch, wie Hei trinkt und trinkt und trinkt… und die Story so vor sich hindümpelt. Ich meine, diese Folge ist noch nicht mal jemand gestorben! Obwohl es in der Folge einige gibt, die ich nicht vermissen würde.
Womit ich auch schon bei den Charakteren wäre. Nori (hoffentlich habe ich den Namen richtig verstanden, dann hätte er nämlich nur noch ‘ne Folge zu leben) scheint nicht nur Lolicon zu sein, er toppt auch seinen “Vater” in Sachen… na ja, ihr wisst schon. Ehrlich, die halbstarke Bande hat tierisch genervt. Im Übrigen finde ich es ziemlich seltsam, dass ein – nach meiner Einschätzung älterer Teenager sich in Suou verguckt. Wobei sie zugegebenermaßen einen ziemlich reifen Eindruck macht. Sie ist 13 und damit so alt wie meine Schwester. Und wenn ich mir die kleine Göre, die angeblich mit mir verwandt sein soll, so anschaue, dann… na ja, Anime-Charaktere sind irgendwie immer etwas frühreif.
Und so kann ich nur hoffen, dass Hei wieder einigermaßen zu sich selbst finden wird, psychisch und auch von den Fähigkeiten her. Ohne ein paar Schocker ist Darker Than BLACK einfach nicht dasselbe.
Und das nächste Mal:

Rutsch aus! Rutsch aus! Rutsch aus! Rutsch aus…
Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 6. November 2009 und abgelegt unter Anime, Darker Than BLACK, Episoden-Bericht, Satire. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Freitag 6. November 2009 um 09:45
Bisher fand ich DTB 2 gar nicht mal so schlecht, aber in Hinblick auf Staffel 1 ist es in allen Bereichen deutlich schwächer. Das hat einfach nichts mehr mit Staffel 1 zu tun, die Radikaländerungen halte ich für überflüssig und ich dachte mal, DTB behandele Hei und nicht Suou…
Die Comedy wirkt schon lächerlich und passt noch viel weniger zum ernsten Image von DTB, selbst der Detektiv hat in der ersten Staffel einen besseren Eindruck gemacht als das, was die Statisten und Sidechars so verzapfen.
Wie immer ein sehr lustiger Bericht, das Lesen hat sehr viel Spaß gemacht! ZakuAbumi[Kommentar zitieren]
Sonntag 8. November 2009 um 19:54
Wurde Nori (ich übernehme den Namen mal) nicht eingeführt, damit sich Suou mit ihrer Veränderung zum (angeblich) gefühllosen Contractor auseinander setzen muß? Deswegen zieht sie doch selbst den Vergleich mit Nika. Von der Charakterentwicklung her macht die Story schon eine Menge Sinn und ist dabei nicht schlechter gemacht als die auch nicht perfekte erste Staffel. TMSIDR[Kommentar zitieren]
Sonntag 8. November 2009 um 21:20
@ ZakuAbumi
Sehe ich auch so. Ich glaube, dass Bones versucht, viel zu viele Elemente miteinzubauen, um nach der qualitativ sehr guten, aber kommerziell nur mäßig erfolgreichen ersten Staffel eine größere Zielgruppe zu erreichen. Daher auch die ganzen nervigen Fanservice-Einlagen usw. -_-
Danke für das Lob. ^^
@ TMSIDR
Natürlich gab es auch in der ersten Staffel eine Menge Nebencharaktere, die maßgeblich zur Story und zu Charakterentwicklungen beigetragen haben, aber nicht in dieser Häufigkeit und vor allem waren sie selten mit solch einem Talent zum Nervtöten ausgestattet. Solche Charaktere wie Nori kann ich einfach nicht ernst nehmen.
Überhaupt denke ich, dass die wenigsten Fans der ersten Staffel sich den langatmigen Verfall von Suou antun wollen. Erstens ist sie nicht die Sympathieträgerin dieser Serie und zweitens sind Rückschläge natürlich immer notwendig (keine Story sollte konstant sein), aber irgendwann soll es bitte doch auch mal aufwärts gehen.
Besoffenen und Spinnern in einem Kaff zuzuschauen ist einfach nicht so recht begeisternd. Bitte nicht noch mehr davon. Dann könnte ich auch genau so gut unseren Weihnachtsmarkt besuchen. Gintoki[Kommentar zitieren]