(K)Ein Schock: Darker Than BLACK 03
Freitag 30. Oktober 2009 von Gintoki

Lebwohl, Black Reaper?
So, da ich diese Woche meine Theorieprüfung für den Führerschein geschafft habe, werde ich in Zukunft versuchen, die Folgen früher – möglichst übers Wochenende – zu bloggen, statt mir den Kopf darüber zu zerbrechen, wieso man denn jetzt 10 Meter vor einem Andreaskreuz nicht halten, dafür aber 5 Meter davor parken darf.
Und nun zur Folge:
Diese knüpft – oh Wunder – dort an, wo die letzte aufgehört hat. Wie wir alle die liebe Technik kennen, versagt sie genau dann, wenn man sie braucht. Und so scheitert die hinterhältige Falle des Trios, das allem Anschein nach für Pandora arbeitet. Offensichtlich ist allerdings, dass der Vorgang Auswirkungen auf die Contractor-Eigenschaften gehabt haben muss: Während der Stern des reichlich angeschlagenen Hei verschwand, nahm Suous Anhänger ein Licht in sich auf und verlieh der Trägerin mit einem Mal einen tumben kalten Blick, wie wir ihn bei Contractors schon so oft gesehen haben.

Was ist denn hier los?
Nein, ich verstehe nicht, warum sie Hei überhaupt rettet und wie es überhaupt möglich ist, über den Wasserweg zu flüchten. Aber sei’s drum. Zurückgelassen wurden Maske sowie der kugelsichere Mantel: zwei typische Merkmale des Black Reapers. Ohnehin dürfte sich Heis Reservoir an Ausrüstung dem Ende zuneigen. Ich hoffe nicht, dass wir Hei zum letzten Mal in dieser Aufmachung gesehen haben.

Was macht man nach einer gescheiterten Mission? Genau, erst mal einen Wellness-Trip.

Hei bevorzugt einen gemütlichen Abend am Kamin.
Wie man sieht, haben die zwei konkurrierenden Gruppierungen zwei gänzliche unterschiedliche Wege der Frustbewältigung. Das Trio aus der Hölle handhabt es so ähnlich wie unsere Manager: Sie setzen ihre Aufgaben in den Sand und lassen jenen dann von den Steuerzahlen bezahlen, um anschließend ihre Liegestühle daraufzustellen. Moralisch fragwürdig.
Hei hingegen bevorzugt andere Methode: Saufen, kleine Mädchen fesseln und diese ordentlich backpfeifen. Ich wusste es. Ganz mein Vorbild.
Im Übrigen muss ich mich einmal über die Untertiteln beschweren. Schön und gut, neue Zuschauergruppen, in dem Fall wohl die der Ameisen, ansprechen zu wollen. Aber die Sache hat einen Haken: Ameisen können gar nicht lesen, haha. Also, lieber Subbers, verwendet das nächste Mal gefälligst wieder größere Schrift, sonst gibt’s Backpfeife.

Traditionsmarke mal anders.
Hm, SS… Ne, das ist doch nicht verdächtig! Und ich dachte, meine Weltkriegsanspielungen seien schon teilweise jenseits des guten Geschmacks. Erst Günter Grass, jetzt auch noch Tanya. Zumindest werde ich nicht von der Schule gezwungen, ein Buch Letzterer zu lesen, sondern werde allein durch ihre Existenz belästigt.

Und da warf sich der Russe in die Arme der SS.
Übrigens habe ich mir endlich den Namen des Burschen einprägen können: Nika. Die meisten DTB-Charaktere haben bis dahin schon längst den Löffel abgegeben, sodass ich mir schon gar keine Mühe mehr mache, mir die Namen zu merken.
Wie auch immer, währenddessen entschließt sich Hei, die Verfolgung durch den russischen Geheimdienst ahnend, mit Suou das Hell’s Gate in Tokyo aufzusuchen, da sich dort Shion aufhalten dürfte. Die Tatsache, dass Suou auf der Flucht die Observer Spirits wahrnehmen konnte, wird ihn wahrscheinlich ebenso stutzig gemacht haben wie mich – in der Regel können sie nämlich nur von Contractors gesehen werden.

Holla. Da weiß man schon, wieso das mit der SS nichts geworden ist.
Am Bahnhof angekommen, bekommen die beiden es mit einem erwarteten Problem zu tun: Verspätung.
So hätte es zumindest ausgesehen, wenn man sich an der Realität orientiert hätte. Nein, ausnahmsweise – ich kann es selbst kaum fassen – handelt es sich mal nicht um eine zweistündige Verspätung, sondern um den russischen Geheimdienst. Es wird sogar recht wirr.
So stellen sich die Mutmaßungen darüber, dass Hei seine Contractor-Fähigkeiten eingebüßt haben könnte, leider schnell als richtig heraus. 28 Folgen lang hat sich Hei durch halb Eurasien gebrutzelt und das soll jetzt vorbei sein?
Nichtsdestotrotz stellt Hei seine Fähigkeiten als Überlebenskünstler unter Beweis und schafft es dennoch, die Russen auf konventionelle Weise auszuschalten. Nur Tanyas Viecher bereiten ihm Probleme. In solchen Fällen würden natürlich elektrische Fliegenklatschen helfen. Verdammt.

Bat-Mao in Anflug.
Wie vermutet kehrt Mao tatsächlich zurück. Allerdings wirkt es doch irgendwie ein wenig anders, was vor allem darauf zurückzuführen sein dürfte, dass Mao jetzt kein Kater mehr ist, sondern eher einem radioaktiv verseuchten Eichhörnchen ähnelt, das sich per Mutation die menschliche Sprache angeeignet hat.

Okay, wer kann mir erklären, was es in einem Zug bitte schön zu lenken gibt?
Das Trio aus der Hölle tritt natürlich auch wieder auf den Plan und verursacht kurzerhand eine Explosion (Jep, einfach so). Währenddessen ist Hei immer noch mit Tanyas… tja, was sind das eigentlich für Viecher, Kakerlaken? Jedenfalls wendet sich Tanya, inzwischen wahrscheinlich halbkahl, erst wieder ab, als Nika auftaucht. Da der bedauernswerte Bursche immer noch nicht begriffen hat, dass gutes Zureden leider überhaupt nichts bringt, wird er von Tanyas Kakerlaken angefallen und stirbt (doch, den Satz meine ich genau so, wie er da jetzt steht).

Nein, das ist nicht lächerlich. Definitiv nicht.
Gut, halten wir fest: Aus dem Anhänger kommt ein Gewehr und Suou transformiert sich zu einem Magical Girl einem Super-Saiyajin einer Scharfschützin. Und das alles in einem pinken Licht. Aber neeee, das ist doch nicht völlig absuuuurrrdddd. Und dann erzählen noch irgendwelche Charaktere, die in der Regel ohnehin nur eine Lebenserwartung von zwei Folgen aufweisen, am anderen Ende der Welt, dass die Zeit gekommen sei, um eine künstliche Spannung zu erzeugen. Darunter leider wieder zwei Zwillinge. Von denen habe ich wirklich die Schnauze voll.
Zu allem Überfluss setzt Amok-Suou ausnahmslos alle Schüsse daneben und kommt damit auf einen ebenso miesen Bodycount wie ein CS-Spieler ohne Mouse. Ein wahrlich internationales Mädchen: kalt wie ein Russe, bewaffnet wie ein Ami und schießen wie ein deutscher Polizist auf Verbrecherjagd. Vielleicht hätte sie die ohnmächtige Tanya noch erwischt, aber Hei hindert sie an der Tat und setzt damit ganz auf die James-Bond-Masche. Bis zum Ende des Filmes alles umnieten, was nicht bei drei auf den Bäumen ist und dann in der Schlusssequenz weise feststellen, dass Vergeltung keine Lösung sei, als habe man es ja schon immer gewusst (nur eben gut verborgen).
Dennoch muss die Ballerei von Suou ganz schon Eindruck gemacht haben, denn nun wird Heis Truppe, der sich auch noch – warum auch immer – July, der gruselige kleine Doll-Junge, anschließt, einfach in Ruhe gelassen. Hätten die mich gefragt, ich hätte ihnen ja gleich von der Bahn abgeraten. Nun haben sie es auch kapiert und nehmen ein Schiff.

Hohe Kunst.
Suous Payment scheint darin zu bestehen, Papierkraniche zu falten. Hach, die Contractors sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Früher haben sie sich die Finger gebrochen, mussten bluten und Amber hat sich sogar dermaßen verjüngt, dass von ihr nicht mal mehr ein Embryo übrig geblieben war. Das waren noch ernste Geschichten. Und was ist heute? Wellness, Knutschen, Papierkraniche und Fastfood? Was ist denn hier los?
Die Folge endet mit der Antwort Heis auf die Frage von Mao nach Yin, dass er “sie” töten wird. Wer nun damit gemeint ist, bleibt abzuwarten.
Fazit:
Puh, in jedem Fall eine sehr unangenehm zu schauende und zu bloggende Folge. Sie hat mir zwar ordentlich gefallen, fiel vor allem aber durch die wirre Handlung auf. Ohne Hei als Black Reaper sind die Action-Szenen nur halb so spektakulär. Dessen Contractor-Fähigkeiten scheinen nämlich auf Suou übergegangen sein und die na ja, kann man noch nicht so recht ernst nehmen. Pinkes Licht, höhö. Die Fähigkeiten Suous ähneln bisher allerdings mehr denen des Magiers (der jetzt doch den Biegelöffel abgegeben hat), sodass abzuwarten bleibt, was sich hinter dem mysteriösen Anhänger verbirgt.
Auch darüber hinaus war die Folge für einen alteingesessenen DTB-Fan äußerst seltsam. Mao ist jetzt ein Eichhörnchen und July übernimmt die Doll-Funktion. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich mich daran gewöhnen kann, aber wir wissen alle, dass DTB im wahrsten Sinne des Wortes äußerst schnelllebig ist und sich alles schnell ändern kann.
Freuen wir uns somit auf die nächsten Folgen!
Und das nächste Mal:

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 30. Oktober 2009 und abgelegt unter Anime, Darker Than BLACK, Episoden-Bericht. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Freitag 30. Oktober 2009 um 13:46
Wieder mal ein absoluter Epic Win!-Artikel, macht extrem viel Spaß, das zu lesen.
Das mit dem SS und dem Steuer ist mir auch gar nicht aufgefallen, jedenfalls sehr lustig, das.
Maos neue Gestalt ist grässlich, das Ding kann man in einem Magical Girl-Anime verwenden, aber in DTB? Argh…
Und meeeeh~ jetzt hat sie Nika doch umgebracht… wobei die Todesart doch recht widerlich und merkwürdig war.
Suous Verwandlungsszene hatte wirklich außergewöhnlich viel Kitsch, ganz eindrucksvoll aber, wie sie einen nach den anderen abschoss… wobei sie da nicht mal traf.
Bisher fand ichs ja ganz nett, aber mit DTB hat es eigentlich wirklich nicht mehr viel zu tun… ZakuAbumi[Kommentar zitieren]
Samstag 31. Oktober 2009 um 01:36
Ist Mao nicht ein Flug(/Gleit-)hörnchen? Zumindest erinnerte es mich sehr stark an das Exemplar aus Samurai Champloo. Naja, also ich habe ja etwas übrig für Tiere, die mit Hörchen enden, also ich mag ihn so lieber als als Katze^^.
Mir gefiel die Folge ganz gut, und ich sehe einiges weniger kritisch, was auch daran liegt, dass ich mit etwas weniger Erwartungshaltung an die Serie dran zu gehen scheine. Die erste Staffel fand ich ganz cool, aber auch kein Meisterwerk. Da gefielen mir als andere bones Serien wie Eureka 7 und FMA (2) einfach besser.
Übrigens habe ich den Fansub von BSS geguckt und da waren die Untertitel normal. TMSIDR[Kommentar zitieren]