CDU und FDP: Millionenspenden aus der Wirtschaft
Mittwoch 23. September 2009 von Gintoki

“Millionäre” durch “Spenden”: Westerwelle und Merkel
Es soll ja noch höchst gutgläubige Mitmenschen geben, die glauben, dass die deutsche Politik nicht von Lobbyismus geprägt sei. Und wenn ich mir die Umfragewerte anschaue, dann gibt es anscheinend jede Menge Leute, die dieser Meinung sind.
Aber ich lasse einfach mal die nackten Zahlen sprechen:
CDU 1,5 Millionen Euro
CSU 1 Million Euro
FDP 1 Million Euro
SPD 0,4 Million Euro
Grüne -
Linke -
Die Spendensummen stammen aus dem Bericht des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert und beinhalten wohlgemerkt nur die Spenden über 50.000 Euro (!), nur Einzelbeträge über dieser Summe müssen ihm sofort gemeldet werden. Kleinere Beträge müssen erst zwei Jahre später in den Rechenschaftsberichten der Parteien vermerkt werden.
Als Großspender tat sich vor allem der Verband der Bayerischen Metall-und Elektroindustrie hervor, der 750.000 Euro verteilte. Auch der Münchner BMW-Konzern gab sich großzügig und überließ CDU, SPD und FDP Autos im Wert von fast einer halben Million. Konkurrent Daimler spendete direkt an CDU und SPD, aber nur 300.000 Euro. Die FDP steht vor allem in der Gunst von Finanzinstituten: allein von der Deutschen Bank erhielt sie 200.000 Euro.
Nicht einberechnet sind übrigens die schwarzen Köfferchen, für die sich vor allem die CDU schon in der Vergangheit im höchstem Maße empfänglich zeigten…
Auch die Grünen erhielten in der Vergangenheit schon hohe Spendensummen.
Ich möchte den Parteien nicht direkt Käuflichkeit vorwerfen, aber solcherlei Summen sind gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise verdächtig, vor allem wenn sie von finanziell klammen Banken und Konzernen stammen. Oder will jemand was behaupten, dass man einfach mal eine Million aus Sympathie spendet und das auch noch an verschiedene Parteien? Und wenn man sich so die Namen der Gönner anschaut, dann dämmert es einem schon ein wenig, wieso zum Beispiel Ackermann so viel zu sagen hat.
Sicher ist aber: Wer die Linke wählt, wählt eine Partei, die keine derartigen Spenden erhält und eine unabhängige und unkäufliche Politik macht. Eine Partei, die sich was traut.
Und wie Lafontaine letztens bei einer Rede sinngemäß gesagt hat: Wählt die Linke doch wenigstens mal aus Mitleid, denn wir kriegen kein Geld zugeschoben. ;)
Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 23. September 2009 und abgelegt unter Politik. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Donnerstag 24. September 2009 um 20:05
Lobbyismus ftw oder wie? So wie Otto-Normalbürger seine Hausbank bzw. seinen Hausarzt hat, wo er regelmäßiger sein Geld anlegt, und sei es auch nur in 10,- € Häppchen, haben jetzt Banken und Konzeren ihr Geld bei den Parteien angelegt, nur um dafür zu sorgen, dass auch weiterhin im eigenen Interesse gehandelt wird? Das mit den Arztbesuchen in Zukunft muss ich mir noch mal näher überlegen [/SATIRE] PaladinFenris[Kommentar zitieren]