Piraten: chaotisch und konzeptlos? Ein Artikel gegen zu viel Hype
Sonntag 20. September 2009 von Gintoki

Es ist noch ein ganzer Ozean zwischen Wunsch und Realität.
Zumindest bei den jungen Usern des Internets scheint die inzwischen doch recht bekannt gewordene Piratenpartei in aller Munde zu sein, so ist es in Communities fast unmöglich geworden, nicht über Hinterlassenschaften der Freibeuter-Anhänger zu stolpern. Viele feiern die Piraten bereits als die Heilsbringer der Politik. Hier ein Artikel, wieso diese Annahme illusorisch ist.
Aber zuallererst, liebe Piraten, lasst euch zwei Punkte gesagt sein:
- Hört um Himmels Willen auf, immer und überall völlig zusammungslos und triebgesteuert ein “Klarmachen zum Ändern” in den Raum zu schmeißen. Wenn ich mir politische Videos, Artikeln usw. anschaue, dann möchte ich nach dem Verarbeiten auch eine inhaltliche Auseinandersetzung bei den Kommentaren und nicht das Strg+V Produkt eines unterbelichteten, anscheinend beschäftigunglosen Subhomos lesen.
- Bitte belästigt mich nie wieder mit eurer Wunschkoalition “Piraten-FDP-Grüne”. In diesem Wahlkampf kamen ja schon viele beschissene Koalitionsideen auf, aber das hier setzt sich mit ziemlicher Sicherheit an die Tabellenspitze.
Doch auch wenn ich das unbedingt mal los werden musste, ist meine Beschwerde nicht das eigentliche Anliegen dieses Artikels. In Folgendem möchte ich mich nämlich mit dem Verhalten dieser “politischen” Partei befassen.
Aller Anfang ist schwer – oder etwa doch zu unbeschwert?
Als die Piraten im Frühjahr nach der Killerspielediskussion im Anschluss an Winnenden zum ersten Mal ins Gespräch kamen, stand ich der Idee recht aufgeschlossen gegenüber. Wieso denn nicht, dachte ich mir. Klar, der Name war kindisch und albern (wenn auch “fremdverschuldet”), aber das Thema “Neue Medien” durchaus interessant und modern. Und wenn die noch ein paar fähige Leute finden, könnte es was werden, so meine Überlegungen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Politik, Web | 172 Kommentare »